vegane Schnitzel und Frikadellen bei Edeka

Seit ein bis zwei Monaten gibts bei unserem Edeka (Paul-Roosen-Str., Hamburg) diese Fleischimitate. Wie sieht's bei euch aus?

vegane Schnitzel und Frikadellen bei Edeka

Die Schnitzel könnte ich nicht von denen von Aldi unterscheiden.
Die Mini-Frikadellen haben ein etwas teigige Konsistenz, sind aber durchaus lecker. Durch ihre Größe leider nicht für Burger geeignet.
Der Preis ist 2,00 € - 2,50 €. :)


Zutaten der Schnitzel:
Sojaschnetzel* (teilentfettetes Sojamehl*, extrudiert), Panade (Wasser, Meersalz, Cornflakes* [Mais*, Meersalz], Weizenstärke*), Zwiebeln*, Weizengluten*, Sonnenblumenöl*, Sellerie*, Reismehl*, Weizenstärke*, Senf* (Wasser, Senfsaat*, Branntweinessig*, Rohrzucker*, Meersalz, Obstessig*, Gewürze*), Hefeextrakt, Meersalz, Festigungsmittel: Calciumchlorid; Verdickungsmittel: Natriumalginat.
* aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft

Zutaten der Frikadellen:
Wasser, Sojaschnetzel* (teilentfettetes Sojamehl*, extrudiert), Zwiebeln*, Weizengluten*, Sonnenblumenöl*, Senf* (Wasser, Senfsaat*, Branntweinessig*, Rohrzucker*, Meersalz, Obstessig*, Gewürze*), Reismehl*, Sellerie*, Sojasauce* (Wasser, Sojabohnen*, Meersalz), Meersalz, Rohrohrzucker*, Knoblauch*, Paprikapulver*, Pfeffer*, Karamellzuckersirup*, Festigungsmittel: Calciumchlorid, Verdickungsmittel: Natriumalginat.
* aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft

veganes Tofu-Ragout mit Erbsen und Champignons

Dieses Rezept entspricht weitestgehend dem von VeganWelt. Mitterweile haben wir es jedoch schon so oft gekocht und unseren eigenen Weg gefunden, wie es uns am besten schmeckt.
Die Tofu-Grundzubereitung wende ich so übrigens ständig auch für andere Gerichte an.
Tofu satt! Ich lieeeebe Tofu! :)

veganes Tofu-Ragout mit Erbsen und Champignons

Zutaten:
  • 400 g Tofu nach Grundrezept zubereitet
  • 250 g Champignons, geviertelt
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 200 g TK-Erbsen
  • 150 ml Sojasahne
  • 150 ml Wasser
  • 1 TL veganes Brühepulver
  • 1 gestr. EL Stärke
  • 1 EL getr. Petersilie (oder auch 2 EL frische)
  • Öl zum Braten
  • Salz, Pfeffer, evtl. Knoblauchpulver
  • 2 Tassen Basmati-Reis

Zubereitung:
  • Reis wie gewohnt kochen (und gelingt er mit der Wasserreis-Methode am besten)
  • Champignons und Zwiebel in Öl etwas anschwitzen und Erbsen hinzugeben, auftauen und etwa 5 Minuten garen lassen.
  • Sojasahne, Wasser, Brühepulver und Stärke mit einem Schneebesen vermischen, dann ebenfalls hinzugeben und kurz aufkochen lassen damit die Stärke bindet.
  • Petersilie hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und evtl. Knoblauch abschmecken.
  • Tofu unterheben und mit dem Reis servieren.

veganes Frühstück im Kaffee Stark in St. Pauli

Aufgrund des Kommens und Gehens von Angeboten von veganem Frühstück in Hamburg befindet sich hier der alles vereinende Haupt-Post zum Thema.
Julia aus Dortmund (!) hat uns den wertvollen Hinweis gegeben, dass man man im Kaffee Stark ebenfalls vegan frühstücken kann. Wir haben es ausprobiert und wollen kurz berichten.


Das Highlight beim veganen Frühstück im Kaffee Stark (für 8,10 € glaub ich) war für mich definitiv der sehr lecker marinierte Räuchertofu, der noch mit etwas getrockneter Tomate in Öl daher kam. Außerdem enthalten waren ein hausgemachter Kidneybohnen-Aufstrich, ein Brotaufstrich auf Sonnenblumenkernbasis, Erdnussbutter, Marmelade und reichlich Margarine (zur der ich am Ende dieses Posts noch zwei Worte verlieren will) - sehr hübsch garniert. Darüberhinaus gab es etwas Fruch und Salat (hauptsächlich Rucola - leider ohne Dressing).
So begeistert ich war von den großzügigen Aufstrichportionen, so schlecht gewählt fand ich die Menge an Brot & Brötchen im Verhältnis dazu. Ich kann mich nicht genau erinnern, ob es nun 1 Brötchen, 2,5 sehr kleine Scheiben Baguette und 1,5 oder gar 2,5 kleine Scheiben dunkles Brot waren. Was ich genau weiß ist aber, dass ich gefühlte Tonnen meiner favorisierten Aufstriche (inkl. Tofu) draufgehauen habe, so dass, als das Brot alle war, mich nur noch Erdnussbutter und Marmelade prall gefüllt und vorwurfsvoll anstarrten. Um noch Brötchen nachzubestellen hatte ich auf diese beiden nicht genug Lust und eigentlich war ich auch angenehm gesättigt. Wo mir einfällt: Nicht im Bild ist auch ein kleiner Obstsalat, der dazugehörte.
Auch wenn ich hier und dort ein Kritikpunkt anklingt (eins, zwei kommen noch :D), so hat es mir insgesamt auf jeden Fall gefallen und ich bin froh, dass das Kaffee Stark die veganen Frühstücksmöglichkeiten in Hamburg mit seinem Angebot bereichert.
Ich würde das nächste Mal (am Wochenende) auf jeden Fall reservieren, weil es dann einfach schönere Plätze gibt.

Noch eineinhalb Wermutstropfen:
"Milch & Honig"-Seife als offensichtlich unvegane Seife finde ich unpassend in einem Lokal, dass vegane Angebote hat. Ich habe vor Ort darauf hingewiesen - mal schauen ob sich was ändert.
Und die angekündigten Worte zur Margarine: Da ich die verwendete Margarine nicht erkannte, habe ich nachgefragt und mir wurde der Markenname "Smanta" genannt. Durch eine Produktanfrage, einem sich erhärtenden Verdacht und einem gemeinsamen Lesen der Zutatenliste per Telefon mit einer der freundlichen Kaffee Stark-Mitarbeiterinnen bestätigte sich, die Margarine, welche es bisher zum veganen Frühstück gab, enthält Sauermolke und Vitamin D fraglichen Ursprungs. Die Mitarbeiterin war hörbar schockiert. Ich habe ihr ein paar Alternativen genannt und ich schätze, dass das vegane Frühstück in Zukunft nun wirklich vegan sein wird.
UPDATE 8.1.2013: Bei kürzlichen Nachfragen wurde als nun verwendete Margarine "Landlob Sonnenblumenmargarine" genannt. Deren Bestandteile sind laut Antwort vom 8.1.2013 vegan.* (siehe Ende des Posts)
Letztendlich will ich damit noch mal darauf hinweisen, dass es immer gut ist, noch mal nachzufragen. Denn besonders wenn die Anbieter von veganen Produkten etc. nicht selbst vegan leben, brauchen sie unsere Fragen und Hinweise, weil sie es oft einfach nicht besser wissen oder tierische Produkte überlesen (das geschieht nicht so selten trotz bester Absichten).
Wer meldet sich freiwillig die Tofu-Marinade und die Brötchen zu checken? ;)



* Zutaten der Landlob Sonnenblumenmargarine:
Sonnenblumenöl, Wasser, Sonnenblumenöl gehärtet, pflanzliche Fette, Emulgatoren (Lecithine, Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren), Speisesalz 0,2 %, natürliches Aroma, Säuerungsmittel Citronensäure, Vitamine (Vitamin A, Vitamin D), Farbstoff Beta-Carotin.
Ergänzende Information des Herstellers (Münsterländische Margarine-Werke J. Lülf GmbH):
"Das verwendete Lecithin ist ein Sonnenblumenlecithin. Der verwendete Emulgator 'Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren' basiert auf Palmöl und wird ohne Verwendung von tierischen Fetten hergestellt.
Die verwendeten Vitamine A und D sowie das verwendete Aroma sind ebenfalls pflanzlichen Ursprungs."

vegane Apfel-Zimt-Marzipan-Muffins

Im Winter hab ich Lust auf Zimt. Und Äpfel haben wir eh immer zu Hause. Auf der Suche nach einem geeigneten Muffin-Rezept stieß ich auf dieses hier von "Ab jetzt vegan". Da wir noch Marzipan-Rohmasse da hatten, habe ich diese spontan auch noch mit untergemischt.

vegane Apfel-Zimt-Marzipan-Muffins

Zutaten für 12 Muffins:
  • 125 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 1 Pkg. Backpulver
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 125 ml Pflanzendrink (Soja-, Reis-, Hafer-, Dinkeldrink oder dergleichen) 
  • 125 ml Öl
  • 2 Äpfel, kleingeschnibbelt
  • 70 g Marzipan-Rohmasse, in Stückchen gezupft
  • eine Prise Salz
  • Zimt

Zubereitung:
  • Zucker, Mehl, Salz, Backpulver und Vanillezucker vermischen und dann den Pflanzendrink und das Öl unterrühren.
  • Die Apfelstückchen und das Marzipan unter den Teig heben.
  • Den Ofen auf 200° C vorheizen.
  • Den Teig in die Förmchen füllen und mit Zimt bestreuen. Ich habe zusätzlich noch ein paar Marzipanstückchen oben auf den Teig gelegt.
  • Wenn der Ofen die 200° C erreicht hat, die Muffins 30 Minuten lang backen. Fertig!

vegane Bullar - schwedische Zimtschnecken

Dieses feine Rezept haben wir in der Rossmann "Baby Welt"-Zeitschrift gefunden.
Es empfiehlt sich vor der Zubereitung dieses Rezept genau zu lesen, da der Teig an zwei Stellen jeweils eine Stunde lang gehen muss.

vegane Bullar - schwedische Zimtschnecken

Zutaten für ca. 15 Stück:
  • 750 g Mehl
  • 300 ml Sojadrink oder Reisdrink
  • 120 g pflanzliche Margarine
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 1 Würfel Frischhefe (42g)
  • 1 TL Salz 
  • Hagelzucker
  • Zimt
  • Zucker
  • noch mehr Margarine

Zubereitung:
  • Für die Füllung Zimt und Zucker nach Gefühl in einer kleinen Tasse mischen.
  • Zucker, Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen.
  • Die Hefe in den Pflanzendrink zerbröseln und gut rühren, damit sie sich auflöst.
  • Den "Hefedrink" und die 120 g Margarine zur Mehlmischung hinzugeben und mit dem Mixer gut durchrühren.
  • Danach den Teig zu einer Kugel geformt, zugedeckt, an einem warmen Ort ca. 50 Minuten gehen lassen.
  • Dann den Teig in eine ovale Form ausrollen und gut mit Margarine bestreichen. Hier gibt es keine genaue Grammangabe, weil jeder da wohl eine andere Vorstellung von hat. ;)
  • Das Zimt-Zucker-Gemisch auf dem Teig verstreuen. Ich persönliche denke bei Zimt-und-Zucker ja: mehr ist mehr.
  • Jetzt wirds tricky: den Teig zunächst auf zwei Drittel falten und dann das letzte Drittel darüber falten, so dass insgesamt drei Lagen entstehen.
  • Den gefalteten Teig in etwa drei Zentimeter dicke Streifen schneiden und die geschnittenen Streifen vorsichtig in die Länge ziehen und mit den Fingern leicht andrücken damit die Lagen zusammenhalten.
  • Jetzt an beiden Enden halten, spiralförmig in die entgegengesetzte Richtung drehen und zu einem Knoten formen.
  • Die Schneckchen auf dem Backblech nochmals eine gute Stunde gehen lassen.
  • Den Ofen auf 225° C aufheizen und die Bullar 15 Minuten lang backen.
  • Wer mag kann die Bullar danach noch mit einer leichten Glasur aus Puderzucker und Wasser bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

veganer Kisir (türkischer Bulgur-Salat)

Hurra, es gibt mal wieder ein Rezept: Angefangen hat es vor langer Zeit bei "Top Kauf", einem kleinen Laden in der Davidstraße hier in St. Pauli. "Pass auf, der macht süchtig!" riet der Verkäufer mit einem diabolischen Grinsen. Er wusste, ich würde wiederkommen.
Nachdem ich ein Vermögen in den so genannten "Couscous-Salat" investiert hatte, beschloss ich, mich einmal selbst daran zu versuchen. Nun habe ich diesen verdammt leckeren Salat schon einige Male gemacht und dank regulierbarer Schärfe ist er nun auch etwas für die ganze Familie. :)
Rockt auch zum Mitbringen auf Parties und dergleichen.

veganer Kisir (türkischer Bulgur-Salat)

Zutaten für ne ordentliche Schüssel voll (ca. 1,5 kg):
  • 500 g feiner Bulgur
  • 300 ml Wasser
  • 2 Paprika (rot, gelb), fein gewürfelt
  • 1 Gurke, geschält, entkernt, fein gewürfelt
  • 3 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 1 Bund glatte Petersilie, ohne Stiele, gehackt
  • Saft von 2 Zitronen
  • 5 EL Salca (vom Türken), Paprika-, Tomatenmark oder eine Mischung (bei mehrfach konzentriertem Tomatenmark bin ich bzgl. der Menge nicht sicher)
  • 10 EL Olivenöl
  • 1 EL getrocknete Minze
  • 3 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer, Knoblauch
  • evtl. Chili


Zubereitung:
  • Bulgur mit kochendem Wasser übergießen, umrühren und 20 Minuten abgedeckt quellen lassen.
  • Den Bulgur mit einem Löffel auflockern, so dass es keine großen Klumpen mehr gibt.
  • Salca (oder Alternativen), Olivenöl und Zitronensaft mit dem Bulgur vermengen bis Homogenität erreicht ist. :D
  • Gemüse & Co. unterheben und würzen.
  • Fertig!

veganer Adventskalender (mit fairer Schokolade)


Eigentlich sollte ja mal wieder ein Rezept folgen, aber ein erfreuliches Ereignis hat sich vorgedrängelt: Zum ersten Mal seit einer Dekade habe ich wieder einen Adventskalender, und zwar einen, der mit veganer Fair-Trade-Bio-Reismilch-Schokolade gefüllt ist.
Gekauft haben wir ihn bei Bevegend. Großer Dank gilt meiner Mutter, die uns einen Zehner in die Hand drückte, als wir erzählten, dass man dort einen veganen Adventskalender bekommt. (Der für diesen Preis war aber weder fair noch bio.)
Da der Moo Free Adventskalender (den Janina hervorzauberte) nur sagenhafte 5,49 € kostete, konnten wir uns dann zwei holen und so vermeiden, dass Lena und ich uns jeden Morgen um das Stück Schokolade hauen müssen - Glück gehabt! :)

Den Hamburgern, die jetzt zu Bevegend stürmen, aber eigentlich einen weiteren Weg haben, empfehle ich, vielleicht noch mal kurz anzurufen, um zu checken, ob gerade Kalender (von Moo Free) da sind.

Wilmersburger Scheiben vs. Jeezini Santi - Der Vergleich

UPDATE: Zur aktuellen Frage, ob Jeezini doch Palmöl enthalten, bitte diesen Kommentar mit einer Stellungnahme von Vegourmet lesen.

Ich war doch sehr überrascht, im veganen Laden bei mir um die Ecke (muahahaha - ja genau!! ;)) ein neues Produkt namens "Jeezini Santi" der Marke Vegourmet zu entdecken, welches im Prinzip identisch mit den Wilmersburger Scheiben sein soll - nur günstiger.


Auch wenn dies auf der Packung leider noch nicht ersichtlich wird, ist auch der Jeezini Santi palmölfrei, so wie es die Wilmersburger Scheiben seit Kurzem sind (und wie es der Wilmersburger Pizzaschmelz in Kürze sein wird).

Beide Käsealternativen sind mild im Geschmack und gehören zu den käseähnlichsten, die ich kenne. (So weit ich mich erinnere... ;)) Hierbei spielt vor allem auch die Konsistenz eine große Rolle. Während der "Original"-Santeciano in Scheiben geschnitten noch etwas unflexibel und bruchanfällig ist, so ist die Konsistenz der Jeezini-Scheiben einfach überzeugend käsehaft.

Einen Unterschied der beiden Produkte konnten wir im direkten Vergleich nicht eindeutig feststellen. Wenn dann handelt es sich um kaum spürbare Nuancen. Was nicht weiter verwundert, denn insgesamt erweckt es den Anschein, als handele es sich um das gleiche Produkt mit geringfügig anders formulierten Zutatenlisten, anderer Form, anderer Marke und anderem Preis.

Während die Scheiben des Jeezini Santi minimal dicker sind und sich in der 200 g-Packung 10 quadratische Scheiben befinden, sind in der 150 g-Packung der Wilmersburger zwar nur sechs, dafür aber größere Scheiben enthalten.
Das Preisduell gewinnt dennoch das Vegourmet-Produkt bei einem Grundpreis von 1,65 €/100 g. Die Wilmersburger Scheiben kosten 1,99 €/ 100 g.

Mit der Erkenntnis der Gleichheit beider Produkte schein nun auch die Herkunft der Wilmersburger Produkte geklärt. Vermutlich da wo Vegourmet seine Käsealternativen auch schon lange her bekommt: dem griechischen Hersteller Viotros.


Wilmersburger Scheiben
Zutaten: Wasser, 23% Pflanzenöl ungehärtet (Kokos), Kartoffelstärke, Stabilisator: modifizierte Stärke, Meersalz, emulgierende Salze: (Natriumpolyphosphat, Natriumcitrat), vegane Aromen, Konservierungsstoff: Sorbinsäure, Farbstoff: Beta-Carotin.

Jeezini Santi
Zutaten: Wasser, pflanzliche Öle (23%), Stärke, modifizierte Stärke, Meersalz, Emulgatoren Schmelzsalz und Natriumcitrat, vegane Aromen, Sorbinsäure als Konservierung, Farbstoff Betakarotin.

Sojade vegan? - Die endgültige Bestätigung

Die Frage ob Sojade vegan ist oder nicht wird schon seit langer Zeit diskutiert. Vor allem mangelte es lange Zeit an eindeutigen und damit glaubwürdigen Informationen seitens des französischen Herstellers Triballat Noyal.
Erst in den letzten Monaten wurde meines Wissens vom Hersteller erstmals mit dieser Wortwahl bestätigt, dass Sojade "vegan" sei und die Bakterienkulturen "ausschließlich auf Pflanzen" kultiviert würden. Nach jahrelanger Zeit der Umgehung des Begriffes "vegan" und des Blockens sämtlicher Fragen zu den Nährböden ("Betriebsgeheimnis"), erschien es mir verfrüht diesen neuen aber immer noch spärlichen Angaben Vertrauen zu schenken.
Nachdem ich Triballat in diesen Jahren das Leben schwer gemacht hatte, Portale wie vegan.at und ecoinform.de, die Sojade als vegan bezeichneten, dazu bewogen hatte, ihre Angaben zu hinterfragen, durch meine Initiative u.a. die Eisproduktion der Eisbande in Hamburg nun ohne Sojade stattfand und zu immer mehr konsequenten Veganern die Fraglichkeit der Veganität von Sojade durchdrang, habe ich schließlich Ende Oktober von deutschen Vertrieb für Sojade völlig unerwartet das unten abgebildete Schriftstück erhalten. Da auf meine mehrmaligen Anfragen, ob eine Veröffentlichung gestattet sei, in alter Manier nicht geantwortet wurde, habe ich mich nun entschlossen, es ohne explizite Erlaubnis zu veröffentlichen. *zitter* (UPDATE 15.11.2012: Gut drei Wochen nach meiner Anfrage beim deutschen Vertrieb habe ich nun doch eine Erlaubnis bekommen. Zudem wurde mir gedankt für die "für die Hilfstellung [sic], die [ich] geleistet habe[.], indem [ich] nicht aufgegeben habe[.] und immer wieder nachgefragt habe[.]". Das freut doch und bestätigt mir, dass es wichtig ist nachzubohren, da es den Herstellern helfen kann zu verstehen, worauf es für die Veganität eines Produktes ankommt. :))
Auch wenn in dem Schreiben zu einigen Themen noch immer keine detaillierten Angaben gemacht werden und kleine sprachliche Fehler erneut Interpretationsspielraum ließen, so finde ich die Aussage, dass Sojade für eine vegane Ernährung geeignet sei, überzeugend. Hierzu tragen auch der Nachdruck in dem Schreiben und der Versuch auf Details einzugehen bei ("Nebenprodukte" bezeichnet vermutlich Hilfsstoffe). (Ich könnte aber auch nachvollziehen, wenn einige noch nicht überzeugt sind.)
Ich freue mich sehr über diese positive Nachricht und die Bereicherung, die die dadurch auf dem Markt der veganen Sojajoghurts entsteht (schließlich sind dies in Deutschland ansonsten nur Alpro und (Alpro-)Provamel und vermutlich außerdem Joya in Österreich).
Ein bisschen misstrauisch bin ich dennoch, was die Vergangenheit angeht. Entweder hat Triballat einfach nur festgestellt, dass mit der bisherigen Informationspolitik viele Kunden vergrault werden oder es hat tatsächlich eine Umstellung der Produktion gegeben, die Sojade überhaupt erst vegan gemacht hat und es dem Hersteller somit ermöglichte, endlich klare Worte zu sprechen.
Ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben, Sojade zu einer klaren Aussage zu bewegen, die mir Rücken gestärkt haben (denn es gab auch gut Gegenwind), bereichernde Fragen gestellt haben und sich mit mir, auch außerhalb des Blogs, zu dem Thema ausgetauscht haben.
Juhu, es ist vorbei... :) Sojade ist vegan.

vegane Kürbis-Kokos-Suppe

Heute gab es saisongerecht eine schöne Kürbissuppe, dessen Zubereitung auf dem Rezept für Möhren-Kokossuppe basiert, durch den Hokkaido-Kürbis jedoch einen ganz anderen Charakter erhält. Die Suppe ist bestimmt auch ein tolles Halloween-Essen, wenn man nicht nur ein bisschen lumpige Kresse draufwirft, sondern einfach weitere kleine Kürbisse als Schale nutzt, so wie es bei diesem Rezept von Horror-Shop der Fall ist - leider so alles andere als vegan.


Zutaten:
  • ca. 1 kg Hokkaido-Kürbis, mit Schale, beide Enden entfernt, entkernt und gewaschen in ca. 1,5 cm großen Würfeln (unser Kürbis wog im Ganzen ca. 1400 g und nach dem Entkernen ca. 1150 g)
  • ca. 1 l Wasser
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Zwiebel, grob gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, grob gehackt
  • ca. 3 TL veganes Brühepulver
  • etwas Öl
  • Kurkuma, Koriander und Ingwer (jeweils gemahlen)

Zubereitung:
  • Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl glasig anschwitzen,
  • Kürbiswürfel, Brühepulver und so viel Wasser hinzugeben, dass der Kürbis fast bedeckt ist, und aufkochen.
  • Für etwa 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln, bis der Kürbis gar ist (aus hart ist zart geworden).
  • Kokosmilch hinzugeben, pürieren, ggf. noch etwas Wasser hinzugeben und mit den Gewürzen abschmecken.
  • Fertig! Dazu etwas aufgebackenes Baguette, Brötchen oder dergleichen reichen.

veganes Kinderbuch: "Karl Klops - Der coole Kuhheld"


Auch wenn ich den Titel noch immer etwas komisch finde, so hat mich "Karl Klops - Der coole Kuhheld" von der ersten Seite bis zum Schluss gefesselt.
Bei dem Wort "Kinderbuch" hatte ich mir eher ein flottes Durchblättern in 5 Minuten vorgestellt, stattdessen haben wir etwa eine Stunde laut vorgelesen, während unser eineinhalbjähriger Sohn unsere Ablenkung nutzte, um endlich zügellos die Wohnung auseinander zu nehmen.
An einigen Stellen der Geschichte musste ich echt lachen und an anderen Stellen standen mir die Tränen in den Augen. Ohne auf Details irgendwelcher Grausamkeiten einzugehen, so wird doch sonnenklar, welches Leid "Nutztieren" selbst unter so genannten "guten Bedingungen" angetan wird.
Trotz der traurigen Momente geht das Buch auf eine schöne Weise ans Herz und ist auch für Erwachsene (und Nicht-Veganer ;) ) durchaus zu empfehlen.
Ich freu mich schon darauf, wenn unser Sohn alt genug ist, der Story zu folgen. :)

vegane Pfefferminztaler mit Fair Trade-Schokolade

Bald kommt Familienbesuch und da die After Eight-Torte im Leaf so traumhaft schmeckt, wollte ich es nun selbst einmal wagen. Doch wo bekommt man nur Fair Trade-Pfefferminztaler?!
Daher gibt es an dieser Stelle erst einmal das Rezept für meinen ersten und durchaus gelungenen Versuch Pfefferminztaler mit Minzöl selbst herzustellen.
An dieser Stelle steht übrigens u.a., dass das Pfefferminzöl gut bei Erkältung ist. Haben diese herrlichen, vor Zucker strotzenden Taler also evtl. doch auch gesundheitliche Vorteile? :D

Zutaten:
250 g Puderzucker
2 TL Orgran No-Egg vermischt mit 1 EL Wasser
3 TL frischer Zitronensaft
7 Tropfen reines (!) Pfefferminzöl (5 ml kann man sich für knapp 3 € in der Apotheke abfüllen lassen)
100 g vegane Fair-Trade-Schokolade (Info zu Kindersklaverei für Nicht-Fair Trade-Kakao)
12,5 g Kokosfett (z.B. Palmin)

Zubereitung:
Puderzucker bis auf etwa 125 ml mit No-Egg, Zitronensaft und Pfefferminzöl vermischen, so dass ein geschmeidiger, fester Teig entsteht.
Vorzugsweise mit einem (Einhand-)Mehlsieb die Arbeitsfläche so viel des restlichen Puderzuckers wie nötig bestäuben und den Zucker-Teig darauf ausrollen.
Derweil die Schokolade mit dem Kokosfett im Wasserbad schmelzen und schließlich verrühren.
Nun mit einem geeigneten Ausstecher oder runden Gegenstand die Taler ausstechen (Ich habe so einen 50 ml-Mini-Messbecher von einem Hustensaft oder so genommen). Den Rest des Teiges kurz verkneten und erneut ausrollen und ausstechen.
Die einzelnen Taler auf einer Gabel vorsichtig in die flüssige Schokolade tauchen, Unterseite kurz abstreifen und zum Abkühlen mit Hilfe eines Teelöffels auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (oder was auch immer in den Kühlschrank passt). Wurden alle Taler schokoliert, für 12 Stunden im Kühlschrank durchkühlen.

Das Rezept orientiert sich im Wesentlichen an diesem hier.

Stell keine Fragen! Iß!

UPDATE 12.11.2012: Sojade ist jetzt vegan und es wurde bestätigt, dass Wilmersburger nicht aus eine Käsefabrik stammt. :)

Ich hab ein wunderschönes Gedicht geschrieben über Desinformation und wie das Gehirn aussetzt, wenn wir uns etwas ganz doll wünschen. Jetzt geht's los:
"Die Scheiben klingen nach einem vielversprechenden tollen neuen Produkt.
Skeptisch wie ich bin muss ich dennoch fragen: Wo werden die Wilmersburger Produkte eigentlich hergestellt? Habt ihr eine eigene Produktionsstätte oder kommen die Produkte aus einer Käsefabrik?"
Wieso wurde meine Frage auf der Facebook-Seite von Wilmersburger bloß schon zweimal gelöscht?! Wurde vielleicht befürchtet, dass deren Beantwortung weitere unangenehme Fragen nach sich zieht. Ja, die wären wohl gekommen...
Jetzt stell keine Fragen! Iß!


Oh ja, Sojade ist so unglaublich vegan. Neueste Antworten auf Produktanfragen enthalten nun endlich einen Hinweis auf die Nährmedien:
"Les ferments utilisés sont cultivés exclusivement sur des végétaux." - zu Deutsch: "Die verwendeten Fermente werden ausschließlich auf Pflanzen kultiviert."
Ob das im Französischen auch so gebrochen klingt? Man kann natürlich einem Hersteller, der sich jahrelang zu diesem Thema ausgeschwiegen hat sofort glauben, wenn er so eine unspezifische Aussage macht. Immerhin liegt die Vermutung nahe, dass er das meint, was wir hören wollen. Aber hat Sojade darauf nicht immer schon gebaut... Und warum nur werden meine spezifische Fragen nicht beantwortet wie
"1. What is the original source of the used bacteria cultures before they were cultivated by you or your deliverers? If you cannot answer in detail just tell me, if they are derived from an animal source like for example a milk product or a plant based source like for example algae.
2. If the source of the bacteria is an animal one: Do you continuously need this source or are the bacteria cultivated now completely without the source?
3. If the source is animal but you do not need it anymore for cultivation: Since when have you stopped using the source for cultivation?
4. Do you use any animal product for the breeding grounds of the bacteria cultures (like for example gelatin or milk products)?
5. Are the bacteria cultures in the breeding grounds fed with lactose or any other animal product?
6. Are animal products or animals themselves involved in any way in the production process?
7. Can your answers completely be applied to all Sojade products?
8. Can your answers completely be applied to the Sojade products one can buy in Germany?
9. Where are the Sojade products one can buy in Germany produced?"
Ach, ich Dummerchen mit meinen ganzen Fragen: "Die verwendeten Fermente werden ausschließlich auf Pflanzen kultiviert.", dass sagt doch schon alles.
Jetzt stell keine Fragen! Iß!

Zur Debatte gestellt: Eiweiß in einer veganen Sportlerernährung

SIEHE AUCH DAS UPDATE AM ENDE DES ARTIKELS

Anlass ist folgender Artikel, der (mal wieder) gleich in der Überschrift davon spricht, "wie wichtig Eiweiß für Vegetarier ist". In der nächsten Zeile wird man dann genauer: Es geht besonders um vegetarisch lebende Sportler, was eine kurze Gedankenkette bei mir auslöst:
  1. "Oh ja, für Sportler macht es Sinn, ihre Ernährung unter besonderen Gesichtspunkten zu betrachten."

    welcher gleich wieder abgelöst wird von
  2. "Moment mal - wieso Vegetarier?! Sollten nicht alle Sportler auf ihre Ernährung bzw. Balance aller Nährstoffe inkl. Eiweiß achten?"
Im Kopf habe ich zum Thema Eiweiß nämlich, dass
  • eine omnivore Ernährung, zu viel Eiweiß enthält und das mit vielen Krankheiten in Verbindung steht.
  • gesundes Eiweiß vom Körper selbst aus Aminosäuren zusammengebaut wird, letztere gespeichert werden und man daher nicht extra darauf achten muss, bestimmte Nahrungsmittel zu kombinieren.
  • Veganer weniger Gefahr laufen, bei der Ernährung die Gesundheit beeinträchtigende Fehler zu machen als Omnivore, da einfach viele ungesunde Lebensmittel wegfallen.
Bei kurzer Suche nach Belegen fand ich jedoch keine ausreichenden Quellenangaben, keine Verweise auf Studien etc. Wonach ich suche sind Antworten auf die Frage "Müssen Vegetarier/Veganer mehr auf Eiweiß achten als Omnivore?" und die gleiche Fragestellung in Bezug auf Sportler.

Wer kann etwas dazu sagen und es auch schulmedizinisch bzw. wissenschaftlich anerkannt belegen?


UPDATE (2.9.2012)
Ich habe per Email den Hinweis auf einen Artikel zum Thema von Dr. K.-J. Moch, Akademischer Direktor des Instituts für Ernährungswissenschaft an der Universotät Gießen, bekommen. Auch wenn das Wort "ganzheitlich" im Zusammenhang mit der Quelle auftaucht und ich dieses schnell mit esoterisch und unwissenschaftlich verbinde, so machen der Artikel und auch der Autor durch seine o.g. Position einen soliden und vertrauenserweckenden Eindruck. Für mich die ist die Frage damit gelöst:
Veganer und Vegetarier, auch die Sportler unter ihnen, müssen sich auf keinen Fall mehr Gedanken über ihre Eiweißversorgung machen, als Nicht-Vegetarier/-Veganer.

Ist Ritter Sport vegan?

Noch einmal darauf gestoßen durch die die (UPDATE: bereits beendete) Foodwatch-Email-Aktion zum Thema versteckte Tierprodukte, wollte ich noch einmal genau wissen, was mit Ritter Sport-Schokolade so los ist. Auch wenn die Schokolade für mich ohnehin nicht in Frage kommt.

Im Folgenden findet Ihr einen auszugsweisen Einblick in die Kommunikation zwischen mir und dem Hersteller von Ritter Sport (Alfred Ritter GmbH & Co. KG - im Folgenden einfach "Ritter Sport" genannt). Aus rechtlichen Gründen unterlasse ich es größere Parts von Ritter Sport zu zitieren:

[Anfang der Kommunikation]

Laubfresser (6.8.2012):
"[...]ich wundere mich über den von Ihnen auf Ihrer Webseite angegebenen Laktoseanteil von 0,4 % in der Ritter Sport Marzipan. Wie kann es trotz Reinigung der Anlagen und Gerätschaften zwischen dem Sortenwechsel zu einem so hohen Laktoseanteil in einer laut Rezeptur laktosefreien Schokolade kommen?[...]"

Am 7.8.2012 schickte Ritter Sport mir einen Textbaustein, der mir schon in zwei Varianten bekannt war. Kernaussage war, dass milchhaltige und milchfreie Schokoladen mit den gleichen Anlagen produziert würden und dass es daher zu Spuren kommen könne, welche auch nicht für alle Tafeln einer Charge gleich hoch seien.

Laubfresser (7.8.2012):
"[...] Wie kann es trotz Reinigung der Anlagen und Gerätschaften zwischen dem Sortenwechsel zu einem so hohen Laktoseanteil in einer laut Rezeptur laktosefreien Schokolade kommen?
Oder findet die Reinigung nicht zwischen dem Sortenwechsel statt?[...]"

Am 8.8.2012 teilte Ritter Sport mir unter anderem mit, dass die unterschiedlichen Schokoladenmassen sowohl für milchhaltige als auch für milchfreie Sorten durch die gleichen Rohrleitungen und Behältnisse geleitet würden und hierdurch Laktose in milchfreie Sorten eingetragen werden könne. Zudem spricht Ritter Sport davon, dass sich dies auch nicht durch die (nicht näher definierte) praktizierte "gute Herstellungspraxis und Hygienemaßnahmen" verhindert ließe.

Laubfresser (8.8.2012):
"[...]1. Werden besagte Rohrleitungen und Behältnisse stets zwischen dem Sortenwechsel von einer milchhaltigen Sorte auf eine milchfreie Sorte gereinigt?
2. Falls ja und angenommen man könnte in Rohrleitungen und Behältnisse hineinsehen: Wären diese nach erfolgter o.g. Reinigung zumindest optisch frei von Schokoladenmasse?[...]"

Am 10.8.2012 antwortete Ritter Sport ausweichend, dass die Reinigung der Gerätschaften nach genau vorgegebenen Richtlinien erfolge, welche strikt befolgt würden und dass die exakten Abläufe dieser Prozesse nicht an Dritte weitergereicht würden um interne Betriebsabläufe und deren ausgearbeitete Strategien zu bewahren. Außerdem wurde ich um Verständnis dafür gebeten, dass man mir keine weiteren Informationen, wie bereits mitgeteilt, zur Verfügung stellen könne.

[Ende der Kommunikation]

Für mich klingt das doch arg danach, als würde die milchfreie Schokoladenmasse auf die Reste der milchhaltigen draufgekippt und dabei spricht man dann von "Spuren von Milch" und "ausgearbeiteten Strategien" und und und...

Und um noch mal nebenbei einen rauszuhauen:
Ich könnte mir dennoch denken, dass die Schokolade den Kriterien der British Vegan Society gerecht wird: Ich gebe weiter nach Japan.

Aktion: Versteckte Tierprodukte kennzeichnen

Nie wieder Produktanfragen? Wenn Foodwatchs Email-Aktion an Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner vollen Erfolg hat, wäre das denkbar.
Wer sich in dem Formular unten einträgt fordert von Frau Aigner eine geschützte Definition der Begriffe "vegetarisch" und "vegan" als auch folgende Gesetzesänderung:
"Wo Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe tierischen Ursprungs eingesetzt werden, muss dies deutlich erkennbar sein. Das gilt auch für tierische Bestandteile in Aromen, Zusatzstoffen und technischen Hilfsstoffen, die während des Produktionsprozesses zum Einsatz kommen."
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Aktion seine Ziele in vollem angestrebten Ausmaße erreicht, denke aber, dass sie bei hoher Beteiligung wichtige Schritte in die richtige Richtung anstoßen kann.

"bok - einfach nicht vegetarisch" oder warum asiatisch oft nicht vegan ist

Hamburgern dürfte "bok" ein Begriff sein. Überspitzt gesagt: Wenn man auf der Suche nach einem asiatischen Restaurant ist, ist die Chance nicht schlecht, dass eines der bok-Restaurants räumlich am nächsten liegt.
Meines Wissens ist im Bereich der europäisierten asiatischen Küche vegetarisch meistens gleich vegan, da Milchprodukte eher unüblich sind (mir bekannte Ausnahmen: Laktose in manchem Wasabi, kokosmilchbasierte Gerichte mit Milch oder Sahne, Eiernudeln gebraten mit Eiern und Mayonnaise im Sushi).
Leider ist es dafür um so schwieriger überhaupt etwas Vegetarisches zu erhalten, denn selbst in den als vegetarisch bezeichneten Gerichten finden sich häufig Meeresbewohner wieder: Für chinesische Speisen findet Austernsauce (aus Austernextrakt) eine breite Anwendung und für thailändische Gerichte wird sehr gerne "Nam Pla" (aus Sardellenextrakt) zu Deutsch Fischsauce verwendet. Für Thai-Curry-Pasten wird vielfach Garnelenextrakt verwendet (Ausnahme meines Wissens: Curry-Pasten von der Cock Brand, die glücklicherweise die populärste ist).
Auch habe ich bereits beobachtet, wie zu Beginn der Zubereitung eines "veganen" Gerichtes Fett aus einer Friteuse, in der gerade Leichenteile brutzelten, in den Wok gegeben wurde. Auch bei Tofu, der zumeist vorfrittiert wird, kann man nur darüber spekulieren, mit was er sich die Friteuse bzw. das Fett geteilt hat.

Es ist reicht meiner Erfahrung nach also besonders in asiatischen Restaurants keineswegs aus, ein "vegetarisches Gericht" aus der Karte zu bestellen um ein vegetarisches Gericht zu erhalten, bei Nachfragen kommt es zudem gelegentlich zu Verständigungsproblemen aufgrund von Sprach- und Kulturbarrieren. Dies gilt nicht nur für die titelgebende Kette "bok", sondern für Asia-Restaurants im Allgemeinen.

Durch seine starke Verbreitung in Hamburg, sehe ich aber gerade bei bok die Verantwortung, nur tatsächlich vegetarische Speisen unter dieser Bezeichnung zu verkaufen. Und bedingt durch sein Konzept sehe ich hier auch die Möglichkeit zu einem diesbezüglichen einheitlichen Standard  in allen Restaurants.
So habe ich bok bereits im Oktober 2010 exemplarisch darüber aufgeklärt, dass es nicht richtig sei, eine Kokosnusssuppe mit Fischsauce als vegetarisch zu kennzeichnen. Daraufhin wurde mir zugesichert, dass beim nächsten Druck der Karten die Fischsauce berücksichtigt werde.
Im Februar 2012 war noch immer keine neue Karte gedruckt (zumindest bei dem Restaurant, an dem ich fast täglich vorbeikomme) und so nahm ich wieder Kontakt zu bok auf. Jetzt wurde mir zugesichert: Von nun an würden die vegetarischen Gerichte in allen bok-Restaurants und -Lieferservices ohne Fischsauce gekocht werden oder zumindest würde die Verwendung letzterer gekennzeichnet werden.
Gestern (am 22.6.2012) war ich dann mal wieder bei bok im Schulterblatt 3 um nachzufragen:
"Ja, die Tom Kha Tofu enthält Fischsauce."
Auf mein "Schade." hin wurde ich gefragt, ob ich eine Allergie hätte.
"Nein, ich bin Vegetarier." gab ich bekannt.
Das sei kein Problem, bei der Fischsauce handele es sich nicht um richtigen Fisch. Zuvorkommend holte die Mitarbeiterin mir die Flasche um mit mir die Zutatenliste zu studieren: "Sardellenextrakt", das sei ja kein richtiger Fisch, sondern nur Extrakt. Das dies weiterhin Fisch und damit nicht vegetarisch sei wurde vehement dementiert. Vegetarier würden das Gericht bestellen.
"Es ist ja auf der Karte auch als vegetarisch gekennzeichnet" wandte ich zwischen Entsetzen und Verzweiflung über die mir entgegenschlagende Ignoranz ein.
Nein, nicht deshalb, auch so würden sie es bestellen. (Wieviel Prozent der Vegetarier fragen wohl immer brav nach, bevor sie ein "vegetarisches" Gericht bestellen? ;/ )
Seinen Klimax erreichte das Ignorantentum mit der Aussage "Ich war selber 10 Jahre lang Vegetarier." welcher die Bedeutung "Ich kenne mich aus" beiklang. Ja ja, diese Vegetarier, die nur Fisch und Hühnchen und höchstens zweimal die Woche "Fleisch" esssen - aber dann auf jeden Fall Bio, wegen der Massentierhaltung. ;)
Schlagfertig, wie ich bin, erwiderte ich "Ich bin seit 20 Jahren Vegetarier" und verließ, um einer sinnlosen Diskussion zu entgehen, wie ein geprügelter Hund fluchtartig das Lokal.
Mit diesem Beitrag wollte ich nun endlich einmal über die Misere aufklären, anstatt bok noch mehr Zeit für leere Versprechungen zu geben in der sie ahnungslosen Vegetariern Gerichte mit Leichenteilen vorsetzen.

UPDATE:
Wie ich gerade erfahren habe, hat bok zu dieser Thematik bereits vor einiger Zeit in dem in den Restaurants ausliegenden Newsletter Stellung bezogen und sich dafür entschuldigt, dass viele als solche gekennzeichnete Gerichte nicht vegetarisch waren. Wie nun die Praxis aussieht empfinde ich dennoch als sehr fraglich, denn dass es im Schulterblatt noch immer nicht angekommen ist zeugt leider nicht von guter Organisation.

vegane Currywurst in Hamburg

Wer in Hamburg Lust auf ne vegane Currywurst hat, dem bieten sich neben selber machen zahlreiche Möglichkeiten. Ich will mal Ausnahmsweise gar nicht zu viel dazu sagen, wie es mir geschmeckt hat, sondern hoffe auf eure Kommentare:

Bei Curry Queen wird die vegane Currywurst auf Basis der VeggieFresh Bratwurst von Viana hergestellt. Sieben verschiedene Currypulver stehen zur Auswahl. Knapp 7 € ist - wenn ich mich recht erinnere - auch der Preis für die Wurst mit frischen Pommes (gekühlt, nicht TK). Dazu kann kann man sich noch eine von diversen Saucen aussuchen, von denen aber keine vegan ist (oder gab es doch einfachen Tomatenketchup?). Mir wurde dafür noch so ein Schälchen mit Currysauce/-Ketchup abgefüllt. Für gewöhnlich wird auch etwas Ciabatta dazu gereicht, wozu mir in der Filiale aber gesagt wurde, dass es nicht vegan sein solle, da es Milch enthalte - die Antwort auf meine Email-Anfrage stellte dies wiederum als Falschinformation dar: Das Ciabatta sei vegan...


Der Ort, an dem man in Hamburg am längsten eine vegane Currywurst erhalten kann ist wahrscheinlich das Hin & Veg!. Um die 5 € zahlt man für den Currywurstteller inkl. Pommes. Hier gibt es dazu auch keine näheren Informationen. :) Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass man sich hier - da rein vegetarisches Restaurant - von brutzelnden Leichenteilen verschont bleibt.


Bei Schmitt Foxy Food verwendet man für die vegane Currywurst die "Veganwurst Thuringen" von Topas Wheaty. Ich glaube 5,50 € kostet der Spaß mit Pommes. Was ich bei zwei von drei Malen unangenehm fand war, dass zwar Zubereitung und Zerschneiden separat mit extra Gerätschaften stattfand, die Wurst aber mit der gleichen Grillzange, wie die Leichenteile angefasst wurden. Ich habe mal den Franchisegeber zu dem Thema angeschrieben... (UPDATE 13.8.2012: ... und innerhalb von über zwei Monaten keine Antwort erhalten. Meine Mail: siehe Ende des Posts)


Im Backbord gibts (für 6,90 €) die eine Seitan-Currywurst aus eigener Produktion. Dazu eine frische Salatbeilage und Pommes. Nur das Currypulver fehlt der Optik.




UPDATE 13.8.2012, Meine Mail an Schmitt Foxy Food:
"[...]ich begrüße sehr, dass Sie seit einiger Zeit u.a. auch eine vegane Currywurst im Angebot haben. Ebenso schätze ich es, dass die meisten Schritte der Zubereitung vollkommen getrennt von den Fleischprodukten ablaufen.
Leider ist mir bei zwei von drei Besuchen in der Filiale in der Bahrenfelder Str. aufgefallen, dass die vegane Wurst mit der Grillzange, die zuvor für das Fleisch verwendet wurde, aus der Fritteuse entnommen wurde.
Als ich beim ersten Mal darauf hinwies hatte ich den Eindruck, dass meine konstruktive Kritik Früchte tragen könnte. Bei meinem letzten Besuch nahm die Servicekraft dort meinen Hinweis den Worten nach zur Kenntnis, machte mit ihrem weder unfreundlichen noch freundlichen Auftreten auf mich nicht den Eindruck, als würde mein Hinweis eine Änderung bringen geschweige denn weitergegeben werden.
Daher wende ich mich nun an Sie. Machen Sie als Franchisegeber Vorgaben zu diesen Abläufen?[...]"

veganes Grillgemüse mit grünem Spargel und Couscous

Ein leichtes Sommergericht mit mediterranem Flair für die warme Jahreszeit - frisch vom Grill und mal ganz ohne Fleischersatz und die Spargel-Saison gleich mitgenutzt.

Im Park ist für uns keine Grillmeisterschaft zu gewinnen, aber mit unserem Kontaktgrill gelingt alles immer ziemlich gut und obendrein relativ fettarm. Wer nicht stolzer Besitzer eines Grills ist, kann das Gemüse alternativ aber auch einfach in einer beschichteten Pfanne mit wenig Öl braten.
Die Zubereitung entspricht im Wesentlichen diesem Rezept für Grillgemüse mit Pesto.


Zutaten (für etwa 4 große Portionen):
etwa 300 g Couscous
500 g grüner (oder lila) Spargel, ca. 1,5 cm holziges Ende entfernt
500 g Aubergine, in 1 cm dicken Scheiben
400 g Zucchini,  in 1 cm dicken Scheiben
200 g Zwiebeln, in 1 cm dicken Ringen
je 1/2 gelbe und rote Paprika, in 1 cm dicken Streifen
Saft einer Zitrone
75 g veganes Pesto (ohne Käse, z.B. Pesto
3 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer

Zubereitung:
Das Gemüse nach und nach auf einem geölten Kontaktgrill bei 2/3 Hitze ein paar Minuten knackig garen. Das bereits gegarte Gemüse in eine abgedeckte Auflaufform geben und bei 50° C im Backofen warmhalten.
Wenn alles fertig ist mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Pesto, Zitronensaft und Olivenöl verrühren. Das Ganze für für 20 Minuten weiterhin im Ofen durchziehen lassen.
Etwa 10 Minuten vor Ende der Ziehzeit den Couscous nach Packungsanleitung zubereiten. Wir geben meist ein wenig Salz und etwas Olivenöl in das Wasser und schmecken zum Schluss mit einem Stück Margarine und evtl. Salz ab.

Tschüss Schnitzel, Tach Klopse!

Gab es hier mal Rezepte? Kommt sicher wieder... :D
Ein neuer Beitrag zur Discounter-Szene im Norden:


Als ich heut bei Netto (ehemals Plus) war, waren die vegetarischen Fleischimitate der Marke "Fit&Activ" laut Verkäuferin aus dem Sortiment verschwunden (das Schnitzel war immerhin vegan). Dafür gab es nun in der "BioBio"-Ecke Neues: "Vegetarische Hackbällchen Riviera in Kräuter-Tomatensauce", die auch gleich als vegan gekennzeichnet sind.
Kalt unterwegs gegessen schonmal sehr lecker. Zwar leichte Ernüchterung beim Öffnen der Verpackung, da die 200 g von nur vier Hackbällchen in ihrer Tomatensauce ausgemacht wurden, aber 200 g sind 200 g und gesättigt hat es alle mal.
Die Bällchen haben für meinen Geschmack eine tolle Konsistenz und sind angenehm zurückhaltend im Eigengeschmack und nicht so überwürzt wie viele vegane Fertig-Fleischimitate. Leider ist das Ganze durch die Tomatensauce dann doch wieder nicht sehr vielseitig einsetzbar.
Ein schönes neues Produkt, zumal gerade vegane Hackbällchen bisher kaum zu bekommen waren. Da fallen mir grad nur wieder die Vegalinie-Sauerkrautbällchen ein, aber ist halt auch kein reines Hackbällchen. Wer was weiß, möge bitte einen Kommentar schreiben.
Zuletzt noch mein Verbesserungsvorschlag an den Hersteller, der davon wahrscheinlich nie erfahren wird: ;) Lieber sechs kleinere, rundere Hackbällchen statt vier große, leicht plattgedrückte. Dann noch die Tomatensauce durch zwei weitere Hackbällchen ersetzen und man hat ein schönes vielseitig einsetzbares Produkt. Aber ich will mich gar nicht beschweren - vielleicht werden die Hackbällchen so wie sie sind der neue Trend-Snack... dann fehlt nur noch ein an der Packung angebrachter Piekser wie beim Tofu King von Viana.

vegane Fleischimitate bei Aldi - jetzt auch in Hamburg

Endlich habe ich diese Produkte auch in Hamburg entdeckt: Beim Aldi in der Paul-Roosen-Straße. Laut Aussage einer Verkäuferin sind diese dort seit etwa 2 Wochen erhältlich.
Ein Blick auf die Rückseite verweist auf www.tofulife.de und hier ist schnell ersichtlich, welcher namhafte Hersteller hinter den Produkten steht. Kostenpunkt: günstige 1,79 € pro Packung.
Ich freu mich. :)
Da Aldi aber ein komisches Regionssystem hat, ist das keine Garantie, dass es die Produkte in jedem Aldi gibt. Laut Aldi gibt es die Produkte in den Stadtteilen Altona, Eppendorf, Osdorf, Niendorf, Winterhude und Schnelsen. In St. Pauli (Zirkusweg) und Eimsbüttel (Doormannsweg) wurden die Artikel allerdings auch gesichtet, obwohl die Filialen nicht in den von Aldi genannten Stadtteilen liegen.

vegane Lebensmittel aus Osteuropa

Kürzlich wurde uns von Vegalinie berichtet. Dort kann man viele vegane, aus Tschechien, Polen und der Slowakei stammende Produkte bestellen (aber Achtung: die Carobschokolade z.B. ist nicht vegan). Wir waren sehr überrascht, dass wir diese Produkte noch nirgendwo anders gesehen hatten und vieles sogar ziemlich günstig ist. Also bestellten wir uns erstmal verschiedene Sachen zum Probieren. Wenige Tage später kam die Bestellung gut gekühlt bei uns Zuhause an:

Mittlerweile haben wir schon das Meiste probiert und können ein bisschen was darüber sagen:
Die Wurst-Aufschnitte sind sehr lecker und unterscheiden sich sehr von vielen deutschen Produkten - besonders gefallen haben uns die "Salami" und die "Lyoner", die unserem Empfinden nach wirklich erschreckend "echt" sind.
Die beiden (sehr günstigen) Sorten Soja-Aufstriche sind ebenfalls sehr schmackhaft. Der eine ganz klar ungarisch mit viel Paprika, der andere eher streichwurstartig nussig.
Die 3 verschiedenen Sorten Sojawürstchen, die wir bestellt hatten gefielen uns von der Würzung her nicht so, aber das ist einfach Geschmacksache und muss vermutlich ausprobiert werden. Die Junior-Würstchen sind außerdem sehr weich.
Die "Bohnen mit Soy-Wurst" fand ich jedoch wieder richtig lecker, obwohl hier vermutlich die gleiche Wurst verarbeitet war. Das Gericht hat auf jeden Fall voll meinen Geschmack getroffen, ist ungekühlt ewig haltbar und in wenigen Minuten aufgewärmt - also ein ideales Essen für Arbeit oder Keine-Lust-zu-Kochen. :D
Der absolute Hammer waren auf jeden Fall die Sauerkrautbällchen: Schöne feste "Hackbällchen" in die mildes Sauerkraut eingearbeitet ist. Das die so lecker sind hatte ich wirklich nicht erwartet und ich musste mich sehr zurückhalten, nicht einfach alle kalt aufzuessen. :)
Das Sojageschnetzelte war ganz anders als die Fertigprodukte, die man sonst in Deutschland bekommt: Wie die trockenen Sojaschnetzel nur eben schon grundzubereitet, gewürzt und ungekühlt haltbar verpackt. Vorteil ist, dass man sie gleich einsetzen kann ohne die Grundzubereitung oder sogar Marinieren. Der Nachteil ist, dass die Würzung schon sehr festgelegt und auch markant ist.
Ganz toll waren auch die mit Sojahack gefüllten Tortellini - blitzschnell fertig und superlecker.
Außerdem haben wir noch "Chinapfanne" und "Erbswunder" - ein Ei-Ersatz mit vielen Anwendungsmöglichkeiten - bestellt, aber noch nicht probiert. Ein Bericht folgt dann.

vegane Schaschlik-Spieße mit einfacher Erdnusssauce

Yumyumyum... dieses Rezept ist stark inspiriert von Loving Hut Hamburgs Barbeque Grillspießen: :)

Zutaten für 8 große Spieße:

Es werden 8 Holz-(Schaschlik-)Spieße benötigt und man sollte 1/2 - 24 Stunden zum Marinieren einplanen. ;)

Für das Sojafleisch:
16 Sojamedallions (grundzubereitet: in kräftiger Brühe gekocht und ausgepresst)
200 ml Orangensaft
2 EL Sojasauce
2 TL vegane Austernsauce (aus dem Asialaden, z.B. Healthy Boy Brand Mushroom Vegetarian Sauce: siehe Ende des Posts)
2 TL Öl

Für die Sauce:
75 g Erdnussbutter
120 ml Wasser
1/2 TL veganes Brühepulver
3/4 EL Karamellsirup oder Zucker
3/4 EL Currypulver
etwas (mehr) Knoblauchgranulat
etwas Salz

Um alles zusammen zu bringen:
ca. 1/2 - 1 rote Paprika, in 8 spießgerechten Stücken
ca. 1/2 Zucchini, in 8 dicken Scheiben
4 große Champignons, vertikal halbiert (oder 8 kleine)
etwas Öl


Zubereitung:

Für das Sojafleisch:
Die Marinade aus Orangensaft, Sojasauce, vegane Austernsauce und Öl . Sojamedallions mit dieser Marinade in einen Gefrierbeutel geben, Luft rauspressen oder -saugen und luftdicht verschlossen im Kühlschrank ziehen lassen.

Für die Sauce:
Alles in einem Topf vermischen und bei mittlerer Hitze kurz etwas einkochen.

Um alles zusammen zu bringen:
Das fertig marinierte Sojafleisch in ein Sieb kippen und auspressen und dabei die Marinade auffangen. Gemüse und Sojafleisch auf die Spieße stecken und abgedeckt auf einem Backblech bei 200° C für gut 10 Minuten knackig garen. Dann auf dem Grill oder einer großen Pfanne mit wenig Fett von beiden Seiten grillen/braten und dabei immer wieder mit der Marinade bestreichen.
Mit der Erdnusssauce servieren.



Healthy Boy Brand Mushroom Vegetarian Sauce
Zutaten: Wasser, Sojasauce 20% (Wasser, Sojabohnen 25%, Weizenmehl, Salz) Pilzextrakt 10%, Zucker, Salz, Glukosesirup, Geschmacksverstärker: E621, modifizierte Tapiokastärke, Konservierungsstoff: E211

vegan Frühstücken in St. Pauli - die Vierte

UPDATE 11.6.2013: Hurra! Das vegane Frühstück in der Kogge gibt es wieder.
Mehr Infos zur veganen Frühstückslandschaft in Hamburg gibt es in unserem ersten Post zum Thema: vegan Frühstücken in Hamburg.

(Folgendes mit Stand vom 25.2.2012)

Nachdem wir glaubten, alle Möglichkeiten zu kennen, in Hamburg ein speziell veganes Frühstück zu bekommen, gab uns Sarah von veganguerilla einen Tipp für eine weitere Möglichkeit - Die "Kogge":

Täglich gibt es hier das Angebot, von 10 - 14:30 Uhr zu frühstücken (klein 3,90 €/groß 7,40 €). Außerdem gibt es noch je ein veganes Käse- und Wurst-Sandwich sowie ein "Cowboy-Frühstück" mit Baked Beans auf der Karte. Veganer Latte Macchiato - wie immer kein Problem...

Das große vegane Frühstück bestand wie man sehen kann aus etwas Obst und Gemüse, zwei sehr leckeren hausgemachten Aufstrichen (Knoblauch-Attacke! ;)), veganem Käse (Santeciano?), Seitan-Thymian-Wurst, Marmelade, Erdnussbutter und Alsan(?)-Margarine. Dazu gab es zwei Brötchen, zwei Scheiben Toast und eine Scheibe Schwarzbrot.
Alles war sehr lecker und vor allem der Aufstrich/Aufschnitt sehr reichlich. Hätte man noch Brötchen bzw. Brot dazubestellt hätte man locker zu Zweit davon satt werden können. Oder man macht sich halt von allem die doppelte Menge drauf... :D

Ein nicht unwesentliches Manko gab es leider: Als unser Tischnachbar sein Rührei mit gebratenem Speck bekam, ist mir von dem penetranten Geruch (wohl auch noch aus der offenen Küche) leicht schlecht geworden und ich war froh, dass fast aufgegessen war und wir gehen konnten. Schade Schokolade! Bis dahin war das Frühstückserlebnis durchweg positiv. Und sowas muss ja auch nicht passieren und woanders kann einem evtl. auch Ähnliches passieren - ist mir aber noch nie so aufgefallen.

Kindersklaven auch für vegane Schokolade

Heute morgen habe ich mich noch aufgeregt über die ganzen Veganer, die auch noch Wert auf Bio und Fair Trade legen.
Von Kindersklaven auf Kakaoplantagen habe ich schon vor langer Zeit gehört. Und dann reift es im Hirn und reift weiter und ich schaue plötzlich diese Doku und die Tränen kommen und leichtfertig entsage ich konventionell gehandeltem Kakao. Schokolade... kein Problem... Fair Trade gibts, aber was ist mit dem geliebten Duo Chocoreale? In welchen anderen Lieblingsprodukten wird nicht-fairgehandelter Kakao auftauchen? Nie wieder Schniggers-Eis bei der Eisbande in Hamburg? Fragen, Fragen...

Besagte Dokumentation empfehle ich von ganzem Herzen: "Schmutzige Schokolade" von Miki Mistrati

veganer Zutaten-Check

Uns hat kürzlich Kilian von Vegpool.de angeschrieben und auf seinen Zutaten-Check aufmerksam gemacht. Wir haben es gleich ausprobiert und sind begeistert. Auch wenn der Check offensichtliche Zutaten wie Rindertalg und Sardellenpaste derzeit noch nicht kennt, kennt er sich gerade bei den fragwürdigen Stoffen aus und kann schon mal eine Auskunft geben, ob ein Produkt oder eine einzelne Zutat tendenziell eher vegan oder unvegan ist. Eine Produktanfrage kann hierrmit natürlich noch nicht ersetzt werden, aber u.a. eine gute Vorarbeit geleistet werden, da man gleich weiß, welche kritischen Zutaten man gezielt ansprechen muss.

Hamburger aufgepasst: vegan essen im Leaf zum halben Preis

LEIDER SCHON AUSVERKAUFT! :(

Frohes Neues erst einmal! Lang ist es her, dass wir etwas gepostet haben und auch da waren es in letzter Zeit mehr Berichte vom Essengehen in Hamburg als Rezepte. Wir schauen mal, wie es sich entwickelt, da es in letzter Zeit vermehrt in den Fingern juckt, vegane Lifestyle-Tipps zu geben oder die bewährten Restaurant-Kritiken zu verfassen (womit dann leider nur Hamburger oder Besucher etwas anfangen können).
Aber zum erfreulichen Anlass:

Es gibt grad eine großartige Groupon-Aktion mit der man sich im Leaf für nur 29 € zu zweit den Bauch vollschlagen kann. Den Gutschein kann man noch bis einschließlich morgen auf der Grouponseite kaufen (also bis zum Donnerstag, den 5.1.2012 um 24 Uhr - dann ist Schluss).
Bisher waren wir nur zum Frühstücken und später noch einmal zum Kuchenessen im Leaf und es war jedes mal sehr lecker. Deshalb sind wir auch sehr gespannt darauf, nun einmal zu Abendkartenzeiten dort aufzutauchen.
Impressum