Kindersklaven auch für vegane Schokolade

Heute morgen habe ich mich noch aufgeregt über die ganzen Veganer, die auch noch Wert auf Bio und Fair Trade legen.
Von Kindersklaven auf Kakaoplantagen habe ich schon vor langer Zeit gehört. Und dann reift es im Hirn und reift weiter und ich schaue plötzlich diese Doku und die Tränen kommen und leichtfertig entsage ich konventionell gehandeltem Kakao. Schokolade... kein Problem... Fair Trade gibts, aber was ist mit dem geliebten Duo Chocoreale? In welchen anderen Lieblingsprodukten wird nicht-fairgehandelter Kakao auftauchen? Nie wieder Schniggers-Eis bei der Eisbande in Hamburg? Fragen, Fragen...

Besagte Dokumentation empfehle ich von ganzem Herzen: "Schmutzige Schokolade" von Miki Mistrati

Kommentare:

  1. Ich hab mich dazu entschlossen, für meinen eigenen Gebrauch nur noch Fair Trade Kakao, Schokolade und Schokoaufstrich (ich mag den Zartbitteraufstrich von Rossmann sehr gerne) zu kaufen. Wenn ich aber unterwegs bin und mal irgendwo veganen Schokokuchen oder Eis essen will, dann kann ich aber nur schwer nachvollziehen, ob FairTrade Kakao verwendet wurde - da drücke ich dann ein Auge zu...

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    1. Ich steh halt gar nicht auf Zartbitter-Aufstrich. Wenn dann der gute Duo Chocoreale - ist aber auch fast ein Jahr her.
      Auge zudrücken klar, aber nachfragen macht man bezüglich Veganität auch oft genug. Und gerade die veganen Geschichten ist man ja meist direkt beim Hersteller oder nur eine Station weiter. Die könnten schon wissen bzw. fürs nächste mal rausfinden obs Fair Trade ist oder nicht.
      Oh mein Gott! Eis! Swedish Glace, Lupinesse, So Yeah! Schokoeis!!!!

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  2. Ich finde es sehr schade, dass man nichts drauf geben kann, wenn man firmen anschreibt und danach fragt, ob sie kinderhandel dulden oder nicht. die antwort ist nicht glaubhaft.
    wahrscheinlich kann man sowas auch am preis ablesen. meine lieblingsschokolade ist nicht preiswert mit 1.70€/100g, aber für fair trade + kinderarbeitsfrei wahrscheinlich viel zu billig.

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  3. Dann musst du halt kleine Schritte gehen, kein Schokoeis mehr, weile ja noch genug andere Sorten gibt. Aber irgendeine Zutat der Eiscreme immer aus Entwicklungsländern stammen und ist keinesfalls fairtrade. Beispielsweise: Rohrzucker, Vollrohrzucker, Kokosfett, Palmöl (unter der Bezeichnung Pflanzenfett in Swedish Glace z.B.) usw.

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  4. kennst du zotter schokolade ?

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  5. Vielen Dank für all eure ANtworten.
    Ja, Zotter kenn ich. Die haben viele spannend klingende Sorten. Leider sind die wenigstens davon vegan. Aber das passt schon. Ich finde an Schokolade gibt es genug Alternativen. Ich mag die Bonvita Reismilch Schokolade und bestimmt auch die Naturata Reismilch Schokolade. Chocoreale nervt mich und die Produkte, die noch auftauchen werden... :/
    LG Lutz

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  6. Guter Vorsatz, finde ich echt toll!
    Zumindest bei Schokolade in Tafelform versuche ich auch darauf zu achten seit ich die Doku gesehen habe, ansonsten finde ich die Angelegenheit recht kompliziert.
    Bei Bananen gibt es meist auch die Fairtradevariante, günstige Fairtradekleidung gibt es z.B. bei Memo. Aber es ist schwierig bis fast unmöglich nur Fairtrade einzukaufen.
    Ich denke mir: Wo es Alternativen gibt diese nehmen, das andere vielleicht einschränken.
    Was mich oft ärgert ist, dass die Preise teilweise unsinnig in die Höhe gehen. Muss ein fair produzierter Pullover z.B. wirklich 80 Euro kosten??

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  7. Unsinnig sind die hohen Preise nicht. Fair Trade bedeutet nicht nur, dass Kinderarbeit ausgeschlossen wird.

    Zumindest beim Kaffee weiß ich von der Recherche für eine Schulpräsentation, dass fair gehandelter Kaffee von Kleinbauern kommt, die sich nicht nur zum biologischen Anbau verpflichten, sondern auch zur Unterstützung ihrer Mitarbeiter bzw. des Heimatdorfes o.ä. Und da kommt der hohe Preis ins Spiel. Ein Teil des Geldes wird nämlich in solche Projekte gesteckt, z.B. Schulenbau. Fair Trade soll wirklich FAIRER Handel sein und das Leben Benachteiligter verbessern und ihnen die Chance geben, unabhängig von großen Konzernen zu überleben, die sie ausbeuten würden. Und das will eben auch finanziert werden.

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  8. Bin ganz Isas Meinung wegen der Preise. Und ich finds toll, wenn Veganer verstärkt anfangen oder schon dabei sind, auch andere Aspekte der Ernährung/Kleidung zu hinterfragen.
    Ich denke, man muss immer irgendwie herausfinden, was für einen gerade machbar und vertretbar ist - 100 % ethisch korrekt zu leben wird kaum möglich sein. Wichtig ist immer, Schritt für Schritt weiterzugehen oder.
    Ich persönlich bin die meiste Zeit 95 % vegan, was viele 100 % Veganer leider verurteilen (denke ich zumindest). Aber ich mache das ua deswegen, weil ich versuche auch andere Aspekte abzuwägen - ich finde es nicht sehr ausgeglichen oder ganzheitlich gedacht, wenn ich zB super vegan bin, aber mir nix dazu denke, haufenweise Lebensmittel von sehr weit weg zu komsumieren, und durch diese ewig langen Transportwege unmengen von Treibstoff zu verbrauchen usw. Oder Unmengen von Palmfett zu verwenden (manchmal auch nur unter "pflanzliches Fett" angegeben) - dafür geht der Regenwald drauf.
    Ich versuche immer abzuwägen, aber auch in einem Rahmen zu bleiben, dass ich noch sagen kann, ich habe Freude an meinem Essen.
    Die Welt ist im Wandel und das geht nicht von heute auf morgen, weder auf individueller noch auf kollektiver Ebene.
    Herzliche Grüße an euch alle,
    doris

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    1. Hallo aurora/doris,

      mich würde interessieren, welche anderen bedachten Aspekte dich dazu bewegen nur "zu 95% vegan zu leben".
      Ich sehe mich selbst eigentlich eher aus der Fraktion "entspannt euch", aber bei deinem Satz schrillen bei mir dennoch die Alarmglocken. Sag doch mal, was du damit genau meist (welche Situationen, Produkte) bevor ich dich in Fetzen reiße. ;)
      Ich merke gerade noch mal, dass ein wesentlicher Anlass meiner Abneigung gegen Bio-Fair Trade-Rohkost-Veganismus der Verlust an Fokus auf den eigentlichen Kern des Veganismus ist: Antispeziesismus. Die meisten aufgeklärten Menschen werden den versklavten Kindern ihre unveräußerlichen Rechte immerhin zugestehen, bevor sie mit dem Kauf der falschen Produkte die Mißachtung dieser Rechte weiter unterstützen. Nichtmenschlichen Tieren werden in der Regel keine echten oder wenn nur sehr eingeschränkte Rechte zugestanden, die mit ihren eigentlichen Rechten kaum noch etwas zu tun haben. Das ist auch der Grund warum Tiere wie selbstverständlich auf der ganzen Welt auf grausamste und "unmenschlichste"(?) Weise versklavt, ausgebeutet, mißbraucht, gequält und ermordet werden. Dies geschieht in unfassbaren Außmaßen und ist in der Regel in seiner Art und Weise nicht vergleichbar mit der Ausbeutung von Menschen. Natürlich ist auch letzteres furchtbar, aber kein Grund als Veganer wieder in einen unreflektierten Speziesismus abzurutschen.
      Ja... ähh... ich habe mich berufen gefühlt eben einmal kurz die Flagge hochzuhalten. Und jetzt "entspannt euch" und macht euch 'n Ei - hähä Spaß!

      LG Lutz

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    2. Ist zwar schon ewig her, aber was mich ärgert, ist, dass du eben mal festlegst, was der Kern des veganen Lebens ist. Dabei ist das doch von Person zu Person unterschiedlich.
      Für mich z.B. ist es wesentlich, Rohstoffe zu schonen, Wasser zu sparen, Metanproduktion zu vermeiden - und zwar im Interesse der Menschen vor allem in den Ländern, aus denen das Tierfutter und das Rindfleisch importiert wird,in denen oft Wasserknappheit herrscht und Hunger, während wir uns hier die Bäuche mit Fleisch vollschlagen. Für mich ist die Ungerechtigkeit - nicht alle Menschen könnten so viel Fleisch essen - ein wichtiger Faktor. Außerdem fühle ich mich prächtig, seit ich vegan esse, keine Heißhunger-Attacken mehr, irgendwie satt und zufrieden. UND ich finde es natürlich auch gut, wenn keine Tiere für mein Essen gequält werden und sterben und finde die Vorstellung, Fleisch zu essen mittlerweile etwas eklig. Antispeziestin bin ich deshalb noch lange nicht.

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  9. Roots of Compassion hat Chocoreale aus dem Programm genommen, weil der Hersteller nicht beantworten wollte woher die Zutaten stammen und unter welchen Bedingungen sie angebaut werden:

    http://blog.rootsofcompassion.org/?language=de

    Ken

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  10. Ich habe den Film noch nicht gesehen. Aber da du Chocoreale benennst und ich gerade heute eine Produktempfehlung diesbezüglich gemacht habe, krieg ich fast schon ein schlechtes Gewissen. ABER,.. jetzt kommt das aber. Da ich auf meinem Blog ja Menschen helfen will, vom Fleischkonsum etc. auf vegetarisch und dann am besten noch auf vegan umzusteigen, ist es doch trotzdem auf in diesem Falle, erstmal von Nutella auf Chocoreale umzusteigen. Quasi als Bonbon auf die Schienen legen, damit möglichst vielen Menschen die Chance gegeben wird, so nach und nach auf Fleisch zu verzichten. Ich meine halt. Es ist doch besser, ein Fleischesser fängt an, einmal oder zweimal pro Woche gezielt auf Fleisch zu verzichten, als nie. Dann kommt später der dritte dann der vierte usw. Tag hinzu. Also nicht schimpfen, und fragen warum ein Fleischesser nur 2 mal auf Fleisch verzichtet und trotzdem 5 mal isst, sondern loben, dass er aufgehört hat an 2 Tagen Fleisch zu essen.
    Na ja,.. ich werde mir die Doku mal am WE anschauen.

    Herzliche Grüße
    Peter

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    1. Hey Peter,

      das sehe ich auch so. Wie schon oben in etwa gesagt, hat für mich der "vegane Gedanke" und der Antispeziesismus absoluten vorrang. Wenn man anfängt in mehreren Bereichen Verantwortung zu übernehmen, muss man oftmals Entscheidungen treffen, die nur dem einen, abewr nicht den anderen Bereich bedienen. Oder so ähnlich... :)

      Liebe Grüße
      Lutz

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    2. Ich habe mich für folgende Lösung entschieden, nachdem ich den Film heute gesehen habe.

      http://dieumsteiger.blogspot.com/2012/02/kindersklaven-fur-schokolade.html

      Herzliche Grüße
      Peter

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  11. Hi Laubfresser.. also was ich meinte, sind zum Beispiel Veganer (natürlich nicht alle!), die rein aus Tierschutz-Gründen echt nur auf Veganismus schauen, und dann eben der Abwechslung halber zB. sehr viele Südfrüchte essen (Transportwege, Abgase usw). Oder eben statt Butter Alsan (wie ich..! aber ich versuch wenigstens das Ausmass gering zu halten da mir keine Alternative besser gefällt) oder andere Margarine und Aufstriche, in denen viel Palmfett drin ist (ich nehme an auch in den veganen Käsen, das weiß ích aber nicht), wofür eben der Regenwald abheholzt wird, und natürlich auch da die Menschen oft nicht gut behandelt werden. Ich hab die Beispiele ja oben schon erwähnt.

    Du kannst gerne auf meinem Blog vor allem im November 2011 meinen Überlegungen nachlesen

    http://www.doris-fastentagebuch.blogspot.com/2011_11_01_archive.html,

    oder hier speziell zu den vegan 95 %:

    http://www.doris-fastentagebuch.blogspot.com/2011/11/jetzt-lebe-ich-vegan-95.html

    Manches mag sich inzwischen geklärt haben oder Ansichten verändert.

    Aber wie gesagt, ich möchte hier ja gar keine endlos Debatte anfangen und schon gar nicht Veganer angreifen - das hätte eh nicht viel Erfolgsaussicht ;-) Bloss für mich selber sind Tierschutz, biologisch und ökologisch vertretbare Produkte und zumindest ansatzweise auch die Regionalität von Produkten halt in etwa gleichwertige Kriterien.
    Wobei Regionaliät sich wirklich ziemlich mit Veganismus schlägt, das muss man schon sagen, leider, denn regional bekommt man leider zu einem hohen Anteil "traditionell österreichische Küche" tierische Produkte - Eier, Honig, evtl Fleisch u Käse, wobei die regionalen, von kleineren Betrieben, ja immerhin schon die besseren wären.

    Wie auch immer, für mich war es ein ziemlich großer Schritt vom noch nicht mal ganz Vegetarier zum Großteils-Veganer wobei ich mich eh nicht würdig fühle "Veganerin" zu nennen, und das mein ich ehrlich, denn das bin ich nicht - ich lebe halt zu einem großen und vielleicht noch steigendem Anteil vegan.

    Dein Blog ist super :-)

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  12. Die weltbeste faire und Bio-Schokolade in vegan ist Nirwana Noir! Du musst die unbedingt probieren, Lutz! Rapunzel hat eine eigenen Initiative, die Hand-in-Hand heißt und das Fairtrade kontrolliert. Halt nicht das Fairtrade-Siegel, sondern ein eigenes. Keine Ahnung, wie gut das kontrolliert wird.

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  13. Die Diskussion ist aber insgesamt wenig zielführend.
    Denn letztlich hängt ja nicht nur an Schokolade im übertragenen Sinne Blut.

    Wenn ich wirklich vegane Ware, (wirkliche!) Bioqualität und faire Bedingungen vor Ort möchte, dann komme ich nicht umhin, beinahe alles, was nach Deutschland importiert wird, zu meiden.

    Denn bei unendlich vielen Produkten und selbst Rohstoffen, kann man froh sein, wenn man nachweislich eines der drei Kriterien erfüllt bekommt (vegan+bio+fairtrade).

    Man denke da an Bananen und Zuckerrohr, die von Kindern geerntet werden, Pfeffer, Tee, Vanille, ... Kleidungsstücke sowieso.

    Oder um es anders auszudrücken: im Supermarkt, beim Einzelhändler oder Restaurant um die Ecke braucht man eigentlich gar nicht suchen.

    Fest steht auch, dass man nicht am Preis ablesen kann, ob etwas fair und sinnvoll produziert wurde.

    Wenn, dann bleibt vornehmlich die Alternative direkt von entsprechenden Anbietern zu ordern. Und selbst dann hat man nie die letzte Sicherheit.

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    1. Hallo butterbloemchen,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      An deinen Aussagen ist sicher viel Wahres dran, allerdings war es auch diese Form der Weitsichtigkeit, die z.B. bei mir persönlich vor einigen Jahren mal dazu geführt hatte, dass ich einfach keine Kleidung mehr kaufen konnte. Nachdem ich damals lange Zeit vergeblich nach geeigneter veganer, fair produzierter und ökologischer Bio-(Herren)-Unterwäsche suchte, dafür extra in die zweitgrößte Stadt Deutschlands reiste (damals lebte ich noch nicht in Hamburg) und dennoch nicht fündig wurde, gab ich auf. Ich kaufte einfach keine neue Kleidung mehr. Irgendwann fühlte ich mich damit wohl verständlicher Weise aber nicht mehr wohl (Verschleiß).
      Meiner Ansicht nach ist die entscheidende Fragen:
      Wo kann ich einen Anfang machen?
      Welche Möglichkeiten gibt es, die im Alltag praktikabel für mich sind und nach einer Phase der Umorientierung meine Lebensqualität nicht nachhaltig negativ beeinflussen. Dabei spielen sowohl das überhaupt vorhandene Angebot an ethisch vertretbaren Alternativen als auch finanzielle und zeitliche Aspekte eine Rolle.
      Für mich tragbar ist momentan, Kaffee und Kakaoprodukte im Wesentlichen aus fairem Handel zu beziehen, da diese mittlerweile auch sehr gut erhältlich sind. Sehr vermisse ich noch ganz trivialen weißen und fair gehandelten Zucker. Ansonsten kenne ich mich zugegebenermaßen nicht besonders aus, welche einfach zu ersetzenden Alternativen es zu konventionellen Produkten es gibt.
      Vertrittst du die Ansicht, man solle über Nacht alles umstellen oder bist du ähnlich wie ich für einen schrittweisen Prozess, der darauf vertraut, dass in diesem Zuge auch das Angebot an vertretbaren Alternativen wächst und auch für Menschen mit wenig Geld erschwinglich werden?
      Falls du die "Über-Nacht-Variante" befürwortest: Kannst du einen kleinen Einblick geben, wie das in der Praxis aussieht bezüglich Finanzierbarkeit, zeitlichem Aufwand etc.?
      Liebe Grüße
      Lutz

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    2. Wieso fairen weißen Zucker? Ich dachte, der Zucker, den man hier kaufen kann, ist aus Zuckerrüben, die hier in DE angebaut werden?

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    3. Hallo VeganWonderworld,
      wenn das stimmt schäme ich mich für mein Unwissen in Grund und Boden. Kennt jemand die Antwort?
      LG Lutz

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  14. Ich hab ja auch keine Ahnung, aber ich habe mal Wikipedia konsultiert ;)
    Demnach sind 90% des in Europa gekauften Zuckers aus europäischen Anbau. Das liegt wohl vorallem an den Schutzzöllen, der den nicht europäischen Rohrzucker verteuert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zuckerr%C3%BCbe

    Hier sind übrigens noch ein paar Infos über Fairtrade-Zucker:
    http://www.fairtrade-deutschland.de/produzenten/zucker/

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    1. Vielen Dank für deine Antwort und den Link.
      Ich habe es nun so verstanden, dass ich keine verwerfliche Produktion unterstütze, wenn ich deutschen Zucker kaufe.
      LG Lutz

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    2. Ja, so sehe ich das auch. Zumindest was das "fair gehandelt sein" betrifft braucht man sich bei deutschen Zucker dann wohl keine Gedanken machen. Ich kaufe allerdings auch gerne Stevia und da schaut es ein bisschen anders aus: die Hauptanbauregionen sind z.B. Thailand und Südamerika. Da wäre es also ggf. sinnvoll, auf fairtrade zu achten.

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    3. Hey Charlotte,
      welches Stevia-Produkt benutzt du denn? Ich interessiere mich auch schon länger dafür, fand aber bei vielen Produkten suspekte Inhaltsstoffe und bei dem puren Blättergebrösel aus dem Reformhaus steht glaube ich immer noch drauf "zur Herstellung von Kosmetikprodukten". Oder ist das nicht mehr so?
      Des Weiteren habe ich gehört, dass Stevia einen sehr markanten und wenig ansprechenden Eigengeschmack hat - zumindest wenn man das Zeug pur verwendet. Wie siehst du das und wie benutzt du Stevia?
      LG Lutz

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    4. Hey Lutz,
      ich musste erstmal meine Stevia-Tropfen raussuchen... Die Marke selbst heißt nur "stevia" (www.stevia-suesse.com) und drin ist neben Steviaauszügen auch noch pflanzliches Glyzerin, Apfelsäure, Wasser, Kaliumsorbat. Meinst Du sowas mit suspekten Inhaltsstoffen?

      Bis vor einigen Wochen hatte ich noch eine eigene Steviapflanze (die ist leider eingegangen, ich hab den "ungrünsten Daumen" den man sich vorstellen kann). Die frischen Blätter habe ich dann immer frisch ganz klein gehackt und z.B. mit in Smooties gegeben. Dabei habe ich nie einen störenden Eigengeschmack festgestellt.
      Als ich einmal die Tropfen an eine Himbeersauce gemacht habe, schmeckte man die Stevia leider sehr raus. Beim Backen ist mir das allerdings noch nie passiert.

      Stevia hat leider eine weitere Schwierigkeit:man muss bei jedem Kuchenrezept für den Zucker nicht nur die Süße, sondern auch die Masse ersetzen. Aber statt 100g Zucker einfach nur 100g Mehl+einen Tropfen Stevia nehmen klappt ja auch nicht immer... Toll wäre es, wenn jemand mal extra auf Stevia ausgerichtete Rezepte hätte!

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    5. Hey Charlotte,
      vielen Dank fürs Nachschauen.
      Die Zutaten deiner Stevia-Tropfen klingen für mich überhaupt nicht suspekt. Wo hast du sie her?
      Ich hatte mir nur mal Stevia-Produkte der Marke Nevella angeschaut und da gab es ziemlich viele Fragezeichen.

      Die Frage nach dem Eigengeschmack ist also vom Verwendungszweck abhängig. Macht Sinn.

      Die Backprobleme erinnern mich doch sehr an das Veganisieren von Backrezepten: Da kann man oftmals auch nicht einfach 1:1 ersetzen und ist immer dankbar, wenn es bereits erprobte Rezepte gibt. :)
      LG Lutz

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    6. Hey,
      sorry für die späte Antwort. Ich kann mich leider nicht erinnern, wo ich meine Tropfen gekauft habe. Das ist schon ne Weile her, so ein kleines Fläschchen reicht ja ewig.

      Deutschland is(s)t vegan präsentiert übrigens ein Steviapulver aus ökologischem und fairen Anbau, mit wenig bitterem Beigeschmackt. Schau mal hier: http://www.deutschlandistvegan.de/stevia-von-natursus-der-bessere-zuckerersatz/

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    7. Bin grade über einen taz-Artikel zum Thema Stevia & Verbrauchertäuschung gestolpert und habe mich an unsere nun schon etwas zurückkliegende Stevia-Diskussion hier erinnert. Vielleicht ist der Artikel ja noch für die ein oder andere Person interessant. Tatsächlich ist nämlich nicht überll wo Stevia draufsteht, auch (nur) Stevia drin: www.taz.de/Dickmacher-Stevia/!104965/

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    8. Hey Charlotte,
      danke für den Link.
      Ich war damals auch sehr enttäuscht, als ich die Fritz Kola mit Stevia probiert hatte und dann las, dass nur 0,1 % Stevia (oder so) enthalten war.
      Wobei man als Veganer und Zutatenlistenleser ja doch schon vieles an Nepp mitbekommt... Das das bei vielen Stevia-Produkten auch so ist, wundert mich nicht, da der Verbraucher letztendlich doch die altbekannte (reine?) Süße von Saccharose erwartet.
      LG Lutz

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  15. Hallo Lutz! Ich habe gerade mal auf meiner Zuckerpackung geschaut. Dort steht: "Wussten Sie, dass Niedersachsen gemeinsam mit einigen angrenzenden norddeutschen Bundesländern ein bedeutendes Anbaugebiet für Zuckerrüben in Deutschland ist? Hier ist SweetFamily von Nordzucker zu Hause. Seit 1838 fertigen wir Zucker von höchster Qualität aus norddeutschen Rüben (...)."

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    1. Hallo mia.,
      vielen Dank für deinen Beitrag.
      So kann der Text einer Verpackung doch dazu beitragen, schlimme Bildungslücken zu schließen... :D
      LG Lutz

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  16. Dazu fällt mir der schöne Slogan "Vegan means I'm trying to suck less" ein.
    Wenn man versucht auf alles zu achten, gibt es wohl nur zwei Möglichkeiten: unglaublich reich sein und somit viel Zeit und Geld haben, um wirklich nur fair, bio und vegan zu leben (quasi unmöglich) ODER man lebt auf seinem eigenen kleinen Hof und baut alles selbst an (ebenfalls unmöglich).
    Somit bleibt aus meiner Sicht für das "normale" Leben wohl nur die "schlimmsten" Faktoren zu streichen und sich mit den Missständen zu arrangieren, die man persönlich am besten ertragen kann bzw. mit seinen Moralvorstellungen noch am ehesten in Einklang bringen kann.


    Damit ich hier außer Geschwafel auch noch was sinnvolles Beitrage: Soweit ich weiß, ist nahezu jeder im Supermarkt erhältliche Zucker in Deutschland auch aus Deutschland und somit klebt zumindest (direkt) schonmal kein Blut daran. Was die Unternehmen sonst so treiben, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

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    1. Hallo Feix,
      ich sehe das sehr ähnlich. Auch wenn ich bei zu liberalen Ansichten immer fürchte, dass der Veganismus als eine von zahlreichen Auswahlmöglichkeiten in den Hintergrund rückt.
      Auch wenn moralischer Anspruch und das tatsächliche Handeln oftmals auseinandergehen, so sind die meisten Menschen sich doch einig über gewisse Grundrechte was Menschen anbelangt.
      Da es in dieser Hinsicht noch ein unglaubliches Ungleichgewicht zu Lasten nicht-menschlicher Tiere gibt - sowohl was den moralischen Anspruch als auch die Praxis angeht -, liegt meine unbedingte Priorität auf dem Veganismus/Anti-Speziesismus.
      Überdies ist Veganismus ein recht einfach zu begreifendes und im Wesentlichen auch einfach zu praktizierendes Konzept. Die Grausamkeit nicht-veganer Produkte liegt stets auf der Hand, anders als bei Kaffee. Es wird z.B. niemals fair gehandelte Eier geben - Hühner interessieren sich nicht für Geld, sind nichts geschäftsfähig und sehen auch nie einen Cent von den Menschen, die sie Ausbeuten. Auch fair gehandelte Leichenteile alias "Fleisch" wird es nie geben. Kein nicht-meschliches Tier würde sich zum Töten und Essen verkaufen. Genau, wie es nie fair gehandelte Kinder geben wird. Die Grausamkeit ist hier stets inhärent.
      Ich entschuldige mich für meine immer noch beschönigenden und humorös anklingenden Worte. Eigentlich rede ich davon, dass wirklich Furchtbares geschieht. Wären es Menschen und keine Tiere, würden wir das unsägliche Grauen viel besser erkennen. Doch so können wir kaum anders, als es als "normal" zu akzeptieren. Zumindest mir geht es so.
      LG Lutz

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  17. Sehr interessant die ganzen Informationen hier! Bin selbst zu 95% Veganer. Die verbleibenden 5% gehen auf Eier & Lederschuhe zurück. Eier deswegen, weil ich keine Lust habe Pillen zu schlucken, nur damit ich an mein Vitamin B12 komme (stammen dafür von einem Bauern hier um die Ecke, der hat seine Hühner freilaufend auf dem ganzen Hof verteilt) und die Lederstiefel deswegen, weil ich es erstens nicht einsehe, daß ich mir Gore-Tex Stiefel für meine Bergtouren kaufe - die mögen vielleicht leichter sein, doch ist geplante Obsoleszenz mit verarbeitet, damit ich mir immer wieder neue kaufen darf... Nein Danke - ich lobpreis mir da lieber meine alten Stiefel, da die sich erstens an meinen Fuß anpassen und ich vielleicht alle 10 Jahre höchstens mal eine neue Sohle brauch. Jedem das seine und mir das meine - wer es zu 100% durchzieht - Hut ab! Wünsch euch was!

    Gruß der alte Berghase

    Ps. Super Blog - weiter so mit den leckeren Rezepten! :-)

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    1. Hey alter Berghase,

      vielen Dank erstmal für das Lob.
      Mit Wanderstiefeln kenne ich mich leider nicht aus - würde dir ja liebend gerne eine Möglichkeit aufzeigen, an die du vielleicht noch nicht gedacht hast.
      Zu den Eiern kann ich dir sagen, dass ein Ei etwa 1,9 µg Vitamin B12 enthält und unser Tagesbedarf bei 3,5 µg liegt. Ich weiß grad nicht, in welcher Form das B12 im Ei enthalten ist und wie die Verwertungsrate bei oraler Aufnahme liegt, aber klar ist, dass du täglich mehrere Eier essen müsstest um deinen B12-Bedarf zu decken.
      In der Regel bekommen die Hühner heutzutage das B12 übrigens über angereichertes Futter. Die natürliche, altmodische Alternative wäre die Aufnahme über mit Kot verunreinigtem Futter.
      Wieso nicht selbst und direkt eine kontrollierte Menge an B12 ohne Umwege einnehmen? Ich weiß nicht, was bei dir ausschlaggebend ist. Die "Natürlichkeit"?
      Mal abgesehen davon, dass ich es für unnatürlich hielte täglich mehrere Eier zu essen, so muss man in der heutigen Gesellschaft sehr abwägen, was "Natürlichkeit" überhaupt ist und wann sie gut zu heißen ist und wann nicht. Da finden sich auf beiden Seiten Positiv- und Negativbeispiele.
      Vielleicht konnte ich dir bezüglich der Eier ja noch einen Denkanstoß geben, der dich zum 99% Veganer werden lässt. ;) Vielleicht bist du auch viel besser informiert und sagst, dass ich Unsinn rede. So oder so würde ich mich über ein kurzes Feedback freuen.

      Lieben Gruß
      Lutz

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  18. das ging ja fix! :-) Was ich noch aus dem Biologieunterricht mitgenommen hab, ist das Transcobalamine die Aufnahme der Leber schön beschränken, wodurch nur 1,5 bis 2 μg Cobalamin während einer Mahlzeit resorbiert werden können. Was mir an diesen Pillen nicht gefällt (mir wurde erst eine Sorte empfohlen "veg1") sind diese künstlichen Aromen und das überschüssige B12 (bei veg1 sind es glaub 10 μg - 2 μg = 8 μg "weggepisst") Wenn ich schon sowas nehmen soll (dann bitte nur reines Cobalamin in 2 μg-Kapseln), dann zack, weg & gut ist! Heftiger als Iberogast-Tropfen wirds schon nicht sein! ^^ Wenn Ihr sowas parat habts, dann bitte nicht zögern und gleich publik machen! Zum Schluss noch was sehr brisantes - grad noch gelesen (am Ende plädiert selbst er für den Veganismus) Eine auszugsweiße Übersetzung eines Vortrags "Dead Doctor's Don't Lie" von Dr. J. D. Wallach, nachdem zufolge der Mensch besser in der Veterinärmedizin, als in der Humanmedizin aufgehoben ist! Klingt komisch, scheint aber wohl zu stimmen! ;-)

    http://tinyurl.com/cnnr4xw

    Schönen Abend noch euch beiden!

    Gruß der alte Berghase

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    1. Hallo alter Berghase,

      den Text hinter deinem Link habe ich leider noch nicht gelesen.

      Zum B12 muss ich einfach noch mal sagen, dass es ein ziemlich kompliziertes Thema ist, dass ich auch noch immer nicht so richtig durchblicke.
      Die 1,5 µg-Begrenzung bei der B12-Aufnahme besteht bei proteingebundenem B12 aus tierischen Lebensmitteln aufgrund der begrenzten Aufnahmefähigkeit des Intrinsic-Faktor (IF). Wobei die Absorptionrate abhängig von der Dosis ist:
      Dosis < 0,5 µg = 70 % Absorption
      Dosis < 1,0 µg = 53 % Absorption
      Dosis < 50 µg = 3 % Absorption = 1,5 µg absorbiertes B12
      Ungebundenes B12 wie es in angereicherten Nahrungsmitteln und Supplementen vorkommt ist nicht durch den IF begrenzt. Dieses wird durch passive Diffusion absorbiert. Doch liegen die Absorptionsraten prozentual betrachtet auch hier sehr niedrig. Von 500 µg werden hier z.B. 1,2 % also 6 µg absorbiert.

      Warum sich in Veg 1 nun nur 10 µg B12 befinden ist mir ein Rätsel. Vielleicht ist es auf die zahlreichen verschiedenen Empfehlungen zurückzuführen. Ich habe durchaus schon Kritik an der Dosierung (sowie der zusätzlichen, unnötigen Vitamine) gelesen. An anderen Stellen finden sich Empfehlungen von 25 - 100 µg B12 bei täglich einmaliger Einnahme - damit in Leber und Muskeln letztendlich 3 µg ankommen.

      Quelle: hauptsächlich "Vitamin-B12-Mangel bei veganer Ernährung: Mythen und Realitäten aufgezeigt anhand einer empirischen Studie" von Iris Berger

      Ich sympathisiere eher mit seltenen hohen Dosen (dann hat man seine Ruhe), aber es geht natürlich auch mit (mehrmals?) täglichen kleineren.

      Ich hab das Thema nur mal angerissen und grad selbst nochmal was gelernt und weiß auch wieder besser, was ich noch nicht weiß. Falls du noch weitere Recherchen zum Thema anstellst, bin ich natürlich an Ergebnissen interessierst. Ebenso falls du zu einer Entscheidung gelangst, wie du es in Zukunft handhaben willst.

      LG Lutz

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  19. endlich wieder im flachen Lande. Dank dir erstmal für die ganzen Info's! Werd das jetzt ins Zukunft mit "Natures Plus Ultra-One Daily Caps", statt Eiern kompensieren. Die Firma hat nen guten Ruf und hohe Qualitätsansprüche. 100µg Cobalamin sind da unter anderem pro Kapsel vertreten. Hab das jetzt mal umgesetzt was vorgeschlagen wurde in der obigen pdf, bezüglich meiner schleichenden Arthritis (bin schon ein älteres Baujahr) und zwar Haifischknorpel. Nicht schlecht denken, das hat mir sowas von weitergeholfen und jetzt nehm ich die restlichen Ratschläge von dem werten Doktor auch noch an und pisse lieber für ne Mark überschüssige Vitamine und Mineralien aus, ist am Ende des Tages die günstigere Krankenversicherung! ;-) Wünsch allen noch ein schönes Wochenende!

    Gruß der alte Berghase

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    1. Hey alter Berghase,
      für ne gesicherte B12-Versorgung klingt 100 µg doch sehr gut. Die ganzen anderen Sachen könnten halbwegs überflüssig sein - oder doch nicht in deinem fortgechrittenen Alter? ;) Bei meiner Google-Suche nach den Kapseln bezeichnete der erste Eintrag sie als vegetarisch, was schlichtweg falsch ist, da sie Gelatine enthalten. Nur ein Hinweis, falls es dir nicht bewusst war.
      Bei den Haifischknorpeln scheinst du dir ja schon über die ethische Problematik Gedanken gemacht zu haben und deine Entscheidung getroffen zu haben. Als konsequenter Veganer und Anti-Speziesist müsste ich dich wohl daran erinnern, dass für dich zur Linderung deiner Arthritis wohl auch keine Knorpel von anderen Menschen, die zwecks Verwertung ihrer Körper getötet wurden, in Frage kämen. Als ansatzweise reflektierter Speziesist (der bemüht ist, sich vom Speziesismus loszusagen, dessen Speziesismus durch die Welt, in der er aufgewachsen ist und in der er lebt, jedoch tief eingeprägt ist) sage ich dir, dass es mir nicht zusteht über deinen Haifischknorpelgebrauch zu urteilen. Es klingt schließlich so, als hättest du schon lange gelitten, viel probiert und endlich eine Möglichkeit gefunden, mit weniger Schmerzen zu leben und als könnte jegliches Versuchen anderer Möglichkeiten eine Verschlechterung deines Zustandes bedeuten. "Da kann man schon mal egoistisch sein."
      Du siehst meinen Zwiespalt.
      Liebe Grüße und alles Gute für die alten Knochen! ;)
      Lutz

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