vegane Apfel-Zimt-Marzipan-Muffins

Im Winter hab ich Lust auf Zimt. Und Äpfel haben wir eh immer zu Hause. Auf der Suche nach einem geeigneten Muffin-Rezept stieß ich auf dieses hier von "Ab jetzt vegan". Da wir noch Marzipan-Rohmasse da hatten, habe ich diese spontan auch noch mit untergemischt.

vegane Apfel-Zimt-Marzipan-Muffins

Zutaten für 12 Muffins:
  • 125 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 1 Pkg. Backpulver
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 125 ml Pflanzendrink (Soja-, Reis-, Hafer-, Dinkeldrink oder dergleichen) 
  • 125 ml Öl
  • 2 Äpfel, kleingeschnibbelt
  • 70 g Marzipan-Rohmasse, in Stückchen gezupft
  • eine Prise Salz
  • Zimt

Zubereitung:
  • Zucker, Mehl, Salz, Backpulver und Vanillezucker vermischen und dann den Pflanzendrink und das Öl unterrühren.
  • Die Apfelstückchen und das Marzipan unter den Teig heben.
  • Den Ofen auf 200° C vorheizen.
  • Den Teig in die Förmchen füllen und mit Zimt bestreuen. Ich habe zusätzlich noch ein paar Marzipanstückchen oben auf den Teig gelegt.
  • Wenn der Ofen die 200° C erreicht hat, die Muffins 30 Minuten lang backen. Fertig!

vegane Bullar - schwedische Zimtschnecken

Dieses feine Rezept haben wir in der Rossmann "Baby Welt"-Zeitschrift gefunden.
Es empfiehlt sich vor der Zubereitung dieses Rezept genau zu lesen, da der Teig an zwei Stellen jeweils eine Stunde lang gehen muss.

vegane Bullar - schwedische Zimtschnecken

Zutaten für ca. 15 Stück:
  • 750 g Mehl
  • 300 ml Sojadrink oder Reisdrink
  • 120 g pflanzliche Margarine
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 1 Würfel Frischhefe (42g)
  • 1 TL Salz 
  • Hagelzucker
  • Zimt
  • Zucker
  • noch mehr Margarine

Zubereitung:
  • Für die Füllung Zimt und Zucker nach Gefühl in einer kleinen Tasse mischen.
  • Zucker, Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen.
  • Die Hefe in den Pflanzendrink zerbröseln und gut rühren, damit sie sich auflöst.
  • Den "Hefedrink" und die 120 g Margarine zur Mehlmischung hinzugeben und mit dem Mixer gut durchrühren.
  • Danach den Teig zu einer Kugel geformt, zugedeckt, an einem warmen Ort ca. 50 Minuten gehen lassen.
  • Dann den Teig in eine ovale Form ausrollen und gut mit Margarine bestreichen. Hier gibt es keine genaue Grammangabe, weil jeder da wohl eine andere Vorstellung von hat. ;)
  • Das Zimt-Zucker-Gemisch auf dem Teig verstreuen. Ich persönliche denke bei Zimt-und-Zucker ja: mehr ist mehr.
  • Jetzt wirds tricky: den Teig zunächst auf zwei Drittel falten und dann das letzte Drittel darüber falten, so dass insgesamt drei Lagen entstehen.
  • Den gefalteten Teig in etwa drei Zentimeter dicke Streifen schneiden und die geschnittenen Streifen vorsichtig in die Länge ziehen und mit den Fingern leicht andrücken damit die Lagen zusammenhalten.
  • Jetzt an beiden Enden halten, spiralförmig in die entgegengesetzte Richtung drehen und zu einem Knoten formen.
  • Die Schneckchen auf dem Backblech nochmals eine gute Stunde gehen lassen.
  • Den Ofen auf 225° C aufheizen und die Bullar 15 Minuten lang backen.
  • Wer mag kann die Bullar danach noch mit einer leichten Glasur aus Puderzucker und Wasser bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

veganer Kisir (türkischer Bulgur-Salat)

Hurra, es gibt mal wieder ein Rezept: Angefangen hat es vor langer Zeit bei "Top Kauf", einem kleinen Laden in der Davidstraße hier in St. Pauli. "Pass auf, der macht süchtig!" riet der Verkäufer mit einem diabolischen Grinsen. Er wusste, ich würde wiederkommen.
Nachdem ich ein Vermögen in den so genannten "Couscous-Salat" investiert hatte, beschloss ich, mich einmal selbst daran zu versuchen. Nun habe ich diesen verdammt leckeren Salat schon einige Male gemacht und dank regulierbarer Schärfe ist er nun auch etwas für die ganze Familie. :)
Rockt auch zum Mitbringen auf Parties und dergleichen.

veganer Kisir (türkischer Bulgur-Salat)

Zutaten für ne ordentliche Schüssel voll (ca. 1,5 kg):
  • 500 g feiner Bulgur
  • 300 ml Wasser
  • 2 Paprika (rot, gelb), fein gewürfelt
  • 1 Gurke, geschält, entkernt, fein gewürfelt
  • 3 Frühlingszwiebeln, in feinen Ringen
  • 1 Bund glatte Petersilie, ohne Stiele, gehackt
  • Saft von 2 Zitronen
  • 5 EL Salca (vom Türken), Paprika-, Tomatenmark oder eine Mischung (bei mehrfach konzentriertem Tomatenmark bin ich bzgl. der Menge nicht sicher)
  • 10 EL Olivenöl
  • 1 EL getrocknete Minze
  • 3 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer, Knoblauch
  • evtl. Chili


Zubereitung:
  • Bulgur mit kochendem Wasser übergießen, umrühren und 20 Minuten abgedeckt quellen lassen.
  • Den Bulgur mit einem Löffel auflockern, so dass es keine großen Klumpen mehr gibt.
  • Salca (oder Alternativen), Olivenöl und Zitronensaft mit dem Bulgur vermengen bis Homogenität erreicht ist. :D
  • Gemüse & Co. unterheben und würzen.
  • Fertig!

veganer Adventskalender (mit fairer Schokolade)


Eigentlich sollte ja mal wieder ein Rezept folgen, aber ein erfreuliches Ereignis hat sich vorgedrängelt: Zum ersten Mal seit einer Dekade habe ich wieder einen Adventskalender, und zwar einen, der mit veganer Fair-Trade-Bio-Reismilch-Schokolade gefüllt ist.
Gekauft haben wir ihn bei Bevegend. Großer Dank gilt meiner Mutter, die uns einen Zehner in die Hand drückte, als wir erzählten, dass man dort einen veganen Adventskalender bekommt. (Der für diesen Preis war aber weder fair noch bio.)
Da der Moo Free Adventskalender (den Janina hervorzauberte) nur sagenhafte 5,49 € kostete, konnten wir uns dann zwei holen und so vermeiden, dass Lena und ich uns jeden Morgen um das Stück Schokolade hauen müssen - Glück gehabt! :)

Den Hamburgern, die jetzt zu Bevegend stürmen, aber eigentlich einen weiteren Weg haben, empfehle ich, vielleicht noch mal kurz anzurufen, um zu checken, ob gerade Kalender (von Moo Free) da sind.

Wilmersburger Scheiben vs. Jeezini Santi - Der Vergleich

UPDATE: Zur aktuellen Frage, ob Jeezini doch Palmöl enthalten, bitte diesen Kommentar mit einer Stellungnahme von Vegourmet lesen.

Ich war doch sehr überrascht, im veganen Laden bei mir um die Ecke (muahahaha - ja genau!! ;)) ein neues Produkt namens "Jeezini Santi" der Marke Vegourmet zu entdecken, welches im Prinzip identisch mit den Wilmersburger Scheiben sein soll - nur günstiger.


Auch wenn dies auf der Packung leider noch nicht ersichtlich wird, ist auch der Jeezini Santi palmölfrei, so wie es die Wilmersburger Scheiben seit Kurzem sind (und wie es der Wilmersburger Pizzaschmelz in Kürze sein wird).

Beide Käsealternativen sind mild im Geschmack und gehören zu den käseähnlichsten, die ich kenne. (So weit ich mich erinnere... ;)) Hierbei spielt vor allem auch die Konsistenz eine große Rolle. Während der "Original"-Santeciano in Scheiben geschnitten noch etwas unflexibel und bruchanfällig ist, so ist die Konsistenz der Jeezini-Scheiben einfach überzeugend käsehaft.

Einen Unterschied der beiden Produkte konnten wir im direkten Vergleich nicht eindeutig feststellen. Wenn dann handelt es sich um kaum spürbare Nuancen. Was nicht weiter verwundert, denn insgesamt erweckt es den Anschein, als handele es sich um das gleiche Produkt mit geringfügig anders formulierten Zutatenlisten, anderer Form, anderer Marke und anderem Preis.

Während die Scheiben des Jeezini Santi minimal dicker sind und sich in der 200 g-Packung 10 quadratische Scheiben befinden, sind in der 150 g-Packung der Wilmersburger zwar nur sechs, dafür aber größere Scheiben enthalten.
Das Preisduell gewinnt dennoch das Vegourmet-Produkt bei einem Grundpreis von 1,65 €/100 g. Die Wilmersburger Scheiben kosten 1,99 €/ 100 g.

Mit der Erkenntnis der Gleichheit beider Produkte schein nun auch die Herkunft der Wilmersburger Produkte geklärt. Vermutlich da wo Vegourmet seine Käsealternativen auch schon lange her bekommt: dem griechischen Hersteller Viotros.


Wilmersburger Scheiben
Zutaten: Wasser, 23% Pflanzenöl ungehärtet (Kokos), Kartoffelstärke, Stabilisator: modifizierte Stärke, Meersalz, emulgierende Salze: (Natriumpolyphosphat, Natriumcitrat), vegane Aromen, Konservierungsstoff: Sorbinsäure, Farbstoff: Beta-Carotin.

Jeezini Santi
Zutaten: Wasser, pflanzliche Öle (23%), Stärke, modifizierte Stärke, Meersalz, Emulgatoren Schmelzsalz und Natriumcitrat, vegane Aromen, Sorbinsäure als Konservierung, Farbstoff Betakarotin.

Sojade vegan? - Die endgültige Bestätigung

Die Frage ob Sojade vegan ist oder nicht wird schon seit langer Zeit diskutiert. Vor allem mangelte es lange Zeit an eindeutigen und damit glaubwürdigen Informationen seitens des französischen Herstellers Triballat Noyal.
Erst in den letzten Monaten wurde meines Wissens vom Hersteller erstmals mit dieser Wortwahl bestätigt, dass Sojade "vegan" sei und die Bakterienkulturen "ausschließlich auf Pflanzen" kultiviert würden. Nach jahrelanger Zeit der Umgehung des Begriffes "vegan" und des Blockens sämtlicher Fragen zu den Nährböden ("Betriebsgeheimnis"), erschien es mir verfrüht diesen neuen aber immer noch spärlichen Angaben Vertrauen zu schenken.
Nachdem ich Triballat in diesen Jahren das Leben schwer gemacht hatte, Portale wie vegan.at und ecoinform.de, die Sojade als vegan bezeichneten, dazu bewogen hatte, ihre Angaben zu hinterfragen, durch meine Initiative u.a. die Eisproduktion der Eisbande in Hamburg nun ohne Sojade stattfand und zu immer mehr konsequenten Veganern die Fraglichkeit der Veganität von Sojade durchdrang, habe ich schließlich Ende Oktober von deutschen Vertrieb für Sojade völlig unerwartet das unten abgebildete Schriftstück erhalten. Da auf meine mehrmaligen Anfragen, ob eine Veröffentlichung gestattet sei, in alter Manier nicht geantwortet wurde, habe ich mich nun entschlossen, es ohne explizite Erlaubnis zu veröffentlichen. *zitter* (UPDATE 15.11.2012: Gut drei Wochen nach meiner Anfrage beim deutschen Vertrieb habe ich nun doch eine Erlaubnis bekommen. Zudem wurde mir gedankt für die "für die Hilfstellung [sic], die [ich] geleistet habe[.], indem [ich] nicht aufgegeben habe[.] und immer wieder nachgefragt habe[.]". Das freut doch und bestätigt mir, dass es wichtig ist nachzubohren, da es den Herstellern helfen kann zu verstehen, worauf es für die Veganität eines Produktes ankommt. :))
Auch wenn in dem Schreiben zu einigen Themen noch immer keine detaillierten Angaben gemacht werden und kleine sprachliche Fehler erneut Interpretationsspielraum ließen, so finde ich die Aussage, dass Sojade für eine vegane Ernährung geeignet sei, überzeugend. Hierzu tragen auch der Nachdruck in dem Schreiben und der Versuch auf Details einzugehen bei ("Nebenprodukte" bezeichnet vermutlich Hilfsstoffe). (Ich könnte aber auch nachvollziehen, wenn einige noch nicht überzeugt sind.)
Ich freue mich sehr über diese positive Nachricht und die Bereicherung, die die dadurch auf dem Markt der veganen Sojajoghurts entsteht (schließlich sind dies in Deutschland ansonsten nur Alpro und (Alpro-)Provamel und vermutlich außerdem Joya in Österreich).
Ein bisschen misstrauisch bin ich dennoch, was die Vergangenheit angeht. Entweder hat Triballat einfach nur festgestellt, dass mit der bisherigen Informationspolitik viele Kunden vergrault werden oder es hat tatsächlich eine Umstellung der Produktion gegeben, die Sojade überhaupt erst vegan gemacht hat und es dem Hersteller somit ermöglichte, endlich klare Worte zu sprechen.
Ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben, Sojade zu einer klaren Aussage zu bewegen, die mir Rücken gestärkt haben (denn es gab auch gut Gegenwind), bereichernde Fragen gestellt haben und sich mit mir, auch außerhalb des Blogs, zu dem Thema ausgetauscht haben.
Juhu, es ist vorbei... :) Sojade ist vegan.
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