V-Label "Vegan" der EVU: Starke Zweifel an der Aussagekraft

Ein Vegan-Krimi aus dem wahren Leben...



Anlass ist das Produkt "BIO Backpulver mit Reinweinstein" der Firma Biovegan, welches mit dem V-Label der Europäischen Vegetarier Union als "vegan" gekennzeichnet ist und an dessen Veganität meinerseits starke Zweifel aufgekommen sind. Auch Gespräche mit besagter Firma und dem Verantwortlichen des VEBU, welcher das Label für Deutschland vertritt, brachten kein befriedigendes Ergebnis. Zudem scheint nicht öffentlich einsehbar zu sein, welche Standards ein mit dem V-Label als "vegan" gekennzeichnetes Produkt erfüllen muss.

Meinem Kenntnisstand nach ist es sehr wahrscheinlich, dass der verwendete Weinstein aus Wein (oder Traubensaft) stammt, welcher zuvor mit Gelatine (oder anderen tierischen Stoffen) behandelt wurde.

Die Firma Biovegan versicherte mir zunächst telefonisch, dass die Entnahme des Weinsteins beim "1. Abstrich" (nach der Gärung) erfolge und erst beim "2. Abstrich" tierische Schönungsmittel zum Einsatz kommen können. Allerdings erhalte der Hersteller den Roh-Weinstein von zahlreichen Betrieben und daher nicht garantiert werden könne, dass tatsächlich jeder Betrieb o.g. Produktionspraxis habe.

Ich habe nun mit zahlreichen Winzern, Winzerverbänden und anderen Experten auf dem Gebiet Kontakt aufgenommen, von denen ich erfahren habe, dass es bei der Weinherstellung keineswegs eine einheitliche Produktionspraxis gibt.
Tierische Substanzen können sowohl vor, als auch nach der Gärung eingesetzt werden. Vom Leiter eines Weinlabors wurde mir sogar mitgeteilt, dass in 90% der Fälle eine Vorklärung des Mosts mit Gelatine stattfinde (also lange vor der Gärung und dem 1. Abstich, wie es tatsächlich heißt).

Die Firma Biovegan konnte mich nur auf die, meiner Ansicht nach unzureichenden, Aussagen seines Lieferanten und Zertifikate verweisen, welche belegen, dass der Weinstein koscher und frei von tierischen Substanzen ist (wenig aussagekräftig bezgl. einer Vorklärung des Mostes - da die Schönungsmittel ohnehin nicht im Wein verbleiben, geschweige denn im verarbeiteten Reinweinstein). Den Lieferanten wollte man mir nicht nennen und ein Angebot meine Fragen weiterzuleiten gab es auch nicht. Dafür wurde mir nahegelegt, dass es nur eine Handvoll Lieferanten für Reinweinstein gäbe und man mich ja nicht abhalten könne, selbst zu recherchieren - dafür gibt es einen Pluspunkt. :)

Gesagt getan: Ein Großhändler mit Reinweinstein im Angebot meldete sich tatsächlich mit einer Info zurück, die sich inkl. fälschlicher Verwendung des Wortes "Abstrich" und inhaltlich mit der telefonischen Auskunft der Firma Biovegan deckte.
Bei weiteren Nachfragen konnte ebenfalls "nicht vollkommen [ausgeschlossen werden], dass der Weinstein nicht doch irgendwann einmal in Berührung mit tierischen Stoffen gekommen ist".
Auf die Frage, ob es eine vertragliche Vereinbarung gibt, die die Weinbauern verpflichtet vor Entnahme des Weinsteins keine tierischen Substanzen zu verwenden, wurde mir nur bestätigt, dass die Produktionspraxis verschiedener Winzer variiert und es daher "keine einhundertprozentige Bestätigung geben kann, dass der Wein nicht schon vor Trennung des Weinsteins [...] mit tierischen Produkten in Berührung gekommen ist".
Ich fragte noch einmal, warum die Wahrscheinlichkeit in diesem Fall so gering sein soll, dass tierische Stoffe vor Entnahme des Weinsteins verwendet wurden. Schließlich wurde mit mitgeteilt, dass (1.) der Weinstein vor Verwendung tierischer Produkte entnommen werde, (2.) die vorherige Verwendung nur nicht "vollkommen [ausgeschlossen werden kann]" und hierüber (3.) "keine einhundertprozentige Bestätigung [gegeben werden] kann". Ebenso teilte ich mit, dass nach meinen Informationen verschiedener Experten das Gegenteil der Fall ist: Eine Verwendung tierischer Substanzen vor Entnahme des Weinsteins ist sehr wahrscheinlich.
Hierauf wurde nicht sonderlich eingegangen, lediglich noch einmal bestätigt, dass man die Produktionsverfahren der einzelnen Winzer nicht kenne und das dies Aufgrund der Vielzahl der Betriebe kaum möglich sei und dass man den Weinstein nicht als für vegane Produkte geeignet verkaufen könne. (Mir wurde der freundliche Tipp gegeben, mich für veganen Weinstein an einen Winzer in meiner Nähe zu wenden.)

Schließlich wandte ich mich telefonisch an den Verantwortlichen für das V-Label vom VEBU, nach dessen Informationen der Weinstein bei besagtem Produkt von einem einzigen Winzer stamme und der über Veränderungen in der Produktion stets zu informieren sei. Ich sandte ihm die relevanten Informationen noch einmal per Email zu und erhielt die Rückmeldung "der Lieferant von BioVegan hat nochmals bestätigt, dass der Weinstein gewonnen wird, bevor der Wein geklärt wird." Anbei eine Stellungnahme des Lieferanten, die mal wieder "Stufe 1" meiner Anfragen sehr ähnelt - inkl. "Abstrich".
Ich erläuterte dem VEBU-Mitarbeiter noch einmal, warum diese pauschalen Auskünfte keineswegs ausreichen, dass der Auskunftgebende vermutlich keine sonderliche Kenntnis der Materie hat (falsche Verwendung des Wortes "Abstrich") und daher auch kein Bewusstsein für eine (zu 90%) mögliche Vorklärung mit Gelatine. Zudem sei bei der nicht einheitlichen Herstellungspraxis, der hohen Wahrscheinlichkeit der Verwendung tierischer Stoffe vor Entnahme des Weinsteins, dem Beziehen des Roh-Weinsteins von zahlreichen Betrieben und den dazu im Gegensatz stehenden Aussagen des Lieferanten, ein paar Worte unerlässlich, wie die angebliche Produktionsabfolge sichergestellt wird.
Dazu schrieb ich außerdem: "Eine solch undifferenzierte Auskunft trotz Widersprüchlichkeiten zu den Gegebenheiten der Branche ohne Weiteres zur Bewertung eines Produktes für die Vergabe des V-Labels hinzunehmen halte ich für fahrlässig."
Darüber hinaus erkundigte ich mich, was aus der ursprünglichen Information geworden ist, dass der Weinstein von einem einzigen Winzer stamme.

Daraufhin wurde mir vom VEBU-Verantwortlichen lediglich knapp mitgeteilt: "mir reichen die vorliegenden Informationen und Zertifikate [Koscher- und "Gelatine-Frei"-Zertifikat] aus, um das Produkt als "vegan" zu klassifizieren."

Kommentare:

  1. @jeahmann: www.giyf.com/ :-)

    AntwortenLöschen
  2. Yeah, Laubfresser war wieder investigativ :-) Danke!

    Ich hatte auch schon mal vor längerem versucht, deren Kriterien zu erfahren, aber für mich klingt das, was man auf der Webseite dazu findet, nach bloßer Betrachtung des Endprodukts bzw. die Produktionshilfsstoffe müssen vegetarisch sein - was allerdings in diesem Fall ja auch nicht gegeben wäre.
    Jedenfalls ist es schlecht, dass sie das nicht genau angeben. Noch schlechter finde ich, wie man dich am Ende abgespeist hat ("mir reichen..." - na dann ist ja gut!!)

    Aber mal eine Frage - ich habe das mit dem Weinstein auch immer als potentielle vegan-Stolperfalle mitgekriegt und betrachtet, und transparent muss das allemal sein, aber unabhängig davon frage ich mich grade, wo der Unterschied liegt zu Kreuzkontaminationen (dort herrscht ja - bei allen offenen Fragen à la Ritter Sport Anlagenreinigung - doch weitgehend Konsens dass diese Produkte dennoch vegan sind). Denn auch hier werden ja im Grunde 2 verschiedene Produkte hergestellt, Backpulver und Wein, nur dass die Produktionsstätte quasi enger ist. Vom Gefühl her ist da ein Unterschied, aber ich krieg es rational nicht so ganz sortiert.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Kabi,

      vielen Dank für den ersten richtigen Kommentar. :D
      Weinstein ist halt ein "Nebenprodukt" von Wein oder Saft (im Folgenden ist mit "Wein" beides gemeint). Die Nachfrage danach hat eine Auswirkung auf die Kosten und den Preis des Weines. Wird Weinstein aus vegan produziertem Wein (und sei es nur bis zur Trennung) solchem aus unveganem Wein vorgezogen, so wird der vegane Weinstein günstiger und der unvegane Weinstein teurer. Dies hat veganbegünstigende Auswirkungen auf Angebot und Nachfrage.

      Bei Kreuzkontaminationen ist nicht mehr die Frage wie beim Weinstein, ob das Produkt vegan produziert wurde, sondern ob die Anlagen ausschließlich für vegane Produkte genutzt werden.
      Wenn ich unvegane Unternehmen für vegane Produkte bezahle - für welche Produkte wird die Produktion dann (um meinen Anteil) logischerweise ausgeweitet?
      Natürlich sind rein vegane Unternehmen am sympathischsten, wenn auch noch rar gesäht.
      Ich denke, es wird ohnehin einen fließenden Übergang zu veganer Produktion geben bis die speziesistische Unterjochung schließlich endgültig beendet wurde.

      Zu Kreuzkontaminationen sei noch erwähnt, dass hier in der Regel ohnehin nur Bewusstsein für die 14 Hauptallergene, wovon nur 5 tierischen Ursprungs sind, besteht. Schonmal von Spuren von "Rindfleisch" (Euphemismus-Alarm) z.B. gehört? Nein, weil diese nie ausgezeichnet werden müssen. Ein blinder Fleck, den ich mir gern bewahre. Vielleicht würde ich sonst anders über Kreuzkontaminationen denken.

      LG Lutz

      Löschen
  3. Ich danke dir für die Recherche und wundere mich über das kaum vorhandende Feedback. Ist es vielleicht darauf zurückzuführen, dass dies Dinge sind, die man eigentlich gar nicht wissen will...?

    Es ist einfach ätzend, mal wieder zu sehen, dass es keine Sicherheiten gibt und dass Siegel nur allzu oft plumper Etikettenschwindel sind. Das macht auch vor Veganern offensichtlich nicht halt. Ich habe nie viel auf Siegel gegeben und dennoch wurmen mich diese aus dem Artikel resultierenden Erkenntnisse natürlich enorm. Worauf kann man sich noch verlassen?

    Es stellt sich die Frage, was man draus macht. Wenn man zwei Produkte in der Hand hält, wird man wohl dennoch zu dem mit Siegel greifen - hoffen kann man ja noch :/

    Wir benötigen dringend rechtliche Unterstützung, eine EU-weite, eindeutige Definition der Begriffe "vegetarisch" und "vegan" wäre ein Anfang. Der Vebu soll mal was tun.

    Tja - Neu-Veganern oder interessierten Vegetariern darf man sowas echt nicht erzählen, das verunsichert doch sehr.

    Dir, Lutz, danke für die Beharrlichkeit, genießen wir das hübsche V also mit vorsicht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Laufente,
      vielen Dank für dein Feedback.
      Es ist immer gut, wenn einem jemand bei solchen Themen den Rücken stärkt, weil es an anderen Stellen auch durchaus schon Gegenwind gab.
      Auch wenn ich bezüglich dieser Sache Kritik am VEBU, bin ich doch sehr froh, dass er sich tatsächlich ja bereits für den EU-weiten Schutz der Begriffe "vegan" und "vegetarisch" einsetzt. Gut Ding braucht hier leider mal wieder Weile. :/ Ich bin sehr gespannt, was die Zukunft diesbezüglich bringt.
      Im Bewusstsein meines langen Weges und meiner eigenen Inkonsequenzen bin ich ja immer ganz liberal gegenüber Neu-Veganern & Co.. Dennoch verabscheue ich irreführende Informationen und bin auch stets dafür, verbreitete Irrglauben aufzuklären.
      Lieben Gruß
      Lutz

      Löschen
  4. Ernnert mich an meine PA an Alantura wegen dem Tofu Aufschnitt, ich meine der hat sogar eine VeganBlume der Vegan Society, aber bitte nochmal nachschaun vielleicht hatte er ja doch keine.

    "
    Gern teilen wir Ihnen mit, dass die Tofu-Aufschnitte Paprika und Kräuter zu 100 Prozent vegan sind.

    Weinsteinbackpulver wird in der Regel folgendermaßen gewonnen: Weinstein und Weinhefe setzen sich während des Gärungsprozesses im Tank ab. Um den Jungwein vom Weinstein und der Weinhefe zu trennen, wird dieser in einen anderen Tank befördert. Übrig bleibt der Weinstein, bzw. die Weinhefe. Diese stellen das Ausgangsprodukt für das Weinsteinbackpulver dar und kommen nicht mit Gelatine in Berührung.

    Erst der bereits vom Weinstein und der Weinhefe abgetrennte Jungwein wird mit Gelatine gefiltert, um Trübteilchen zu entfernen.

    Unser Herstellerpartner wies uns darauf hin, dass bei den einzelnen Weinbauern auch mitunter unterschiedliche Anwendungsmethoden verwendet werden können. Leider lässt sich daher nicht zu 100 Prozent ausschließen, dass die Ausgangsstoffe für das Weinsteinbackpulver immer mit der oben genannten Methode gewonnen werden.

    Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen behilflich sein zu können. "

    AntwortenLöschen
  5. Also ich hab nochmal nachgeschaut, es geht um die "Alnatura Falafelbällchen" und die "Alnatura Toskana Bällchen" , beide tragen die Vegan Blume der Vegan Society und haben Weinsteinbackpulver als Zutat, wo Alnatura zwar sagt das es vor dem Kontakt mit Gelatine entnommen wird, aber das sie nicht 100% ausscjließen können das es doch passiert, weil andere Lieferanten andere Vorgehensweise haben könnten.

    Da kann man sich auf die Vegan society Blume wohl auch nicht verlassen, sollte man am besten nur sachen ohne potententiell unvegane zutaten kaufen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für deine interessanten Hinweise.
      Aufgrund dieser Infos liegt die Vermutung nahe, dass das Siegel der Vegan Society auch nicht verlässlich ist.
      Die Tofu-Aufschnitte haben das Siegel zwar nicht, werden aber dennoch vegan genannt. Hier wüsste man das Weißweinessig mal genau unter die Lupe nehmen.
      LG Lutz

      Löschen
    2. Das kann nicht wahr sein, oder? Die Falafelbällchen habe ich mir neulich noch reingezogen...naja, haben mit dem Original, welches man im Nahen Osten bekommt, eh nicht viel zu tun (zu trocken) :/

      Löschen
  6. Ja, ist halt immer so, das ganze zeug aus der PAckung ist zu trocken und zu fettig.

    Obwohl man im Libanon Imbiss wo ich ab und zu Falafel und andere vegane leckereien esse auch sehr viel Olivenöl und Tahini benutzt wird. Wenn man in diesen Ländern also nicht die meiste Zeit frisches Gemüse in form von rohkost und Obst isst wäre der Fettanteil einer sogenannten gesunden Mittelmeerdiät auch viel zu groß. Diät im englischen heißt eigentlich auch Ernährungsweise und hat nix mit abnehmen zu tun, wie wir dieses wort verwenden. Eine 80/10/10 ernährung wäre eh viel besser, einfach mal googeln.

    AntwortenLöschen
  7. Ich habe noch nie so viele attraktive, durchtrainierte Menschen gesehen wie in Tel Aviv am Strand - irgendwas bringt die Ernährung wohl doch :D (und deren Sportsucht)
    Auf jeden Fall war vegan da kein Problem (wobei ich eine hebräischsprachige Begleitung hatte, das machts einfach). In Tel Aviv gabs u.a. Schoko-Sorbet (!) und ein Restaurant mit Hammer-Lasagne. Sabber!

    AntwortenLöschen
  8. Schau dir das Video an, dann weißt du warum Vegane Ernährung in Israel so einfach ist:

    http://www.youtube.com/watch?v=jQ7lYAIeo5c

    :=)

    AntwortenLöschen
  9. Ich WAR in Israel, ich weiß, warum vegane Ernährung dort so einfach ist...meine Güte, war das gutes Essen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ähh... ich war leider nie in Israel. Mag einer von euch beiden in Kürze wieder geben, warum vegane Ernähurng dort so einfach ist. Ich guck nicht so gerne 10 Minuten YouTube nur um schnell eine bestimmte Info rauszukriegen.
      Lieben Gruß
      Lutz

      Löschen
    2. Das liegt daran, dass dort religiös bedingt koscher gegessen wird (auch von weniger religiösen Leuten wird das normalerweise eingehalten) und da Milch und Fleisch in Kombi nicht koscher sind, sind dann viele Dinge "zufällig" vegan. Z.B. kriegst du in Tel Aviv göttliches Sorbet-Eis in ALLEN Varianten, also Schokolade und sämtliche Sorten, die man hier als Milchspeiseeis kennt. Dann können sie davor oder danach was fleischiges essen und kommen nicht in die Bredouille. Falafel und Hummus sind traditionell ja eh vegan und gibts an jeder Ecke, lokale Süßspeisen waren ebenfalls häufig zufällig vegan. Außerdem gibts in Tel Aviv und Jerusalem explizit vegane Restaurants, die wirklich sehr gut und bezahlbar sind. Und Wein etc. wird nicht mit Gelatine gefiltert.

      Ich hatte zwar jemand hebräischsprachigen dabei, aber ich denke, man wäre auch mit reinem Englisch ganz hervorragend vegan durchgekommen. Im Übrigen wird man als Veganer nicht komisch angeguckt, was an einigen Promi-Veganern liegen könnte (der Regisseur - oder Produzent? - von "Homeland" bzw. dem israelischen Original ist z.B. Veganer).
      Das war ein Geschlemme, wirklich grandios! Übrigens auch für Vegetarier gut geeignet, denn eine Pizza Margarita ist dort *wirklich* vegetarisch - mit tierischem Lab im Käse wäre es ja sofort unkoscher. Ich bin aber auch an explizit vegane Pizza gekommen.

      Löschen
    3. Alles klar! Vielen Dank für die Erläuterung. :)

      Löschen
  10. Das Video ist darüber , dass veganismus in Israel momentan ziemlich stark propagiert wird , so ein Typ hält Vorträge darüber und es wird immer beliebter, immer mehr Leute dort offenbaren nun vegan zu Leben /Leben zu wollen.

    Die Jüdische Küche in Israel hat sehr viele Gemüsegerichte, Fallapfel, teigtaschen (auch wenn man da wegen ei fragen muss) und einflüsse der ohnehin gemüsegeprägten orientalischen und Mittelmeer Küche.

    Ich kenne einen Labanesischen Imbiss, so stell ich mir auch die Küche Israels vor:

    http://www.libanon-restaurant.de/index.php?id=16

    Klick mal auf Speisekarte, irgendwo gibt sogar bilder von speisen.

    AntwortenLöschen
  11. Wieder ein super Hinweis auf das, was ich schon soooo lange sage: Ein Label, gleich welcher Art, hilft niemandem - ausser dem, der es auf seine Produkte klebt. Labels helfen nicht den Kunden, sondern den Geschäftsleuten.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Anonym,
      so sehe ich das nicht. Ich denke ein Label kann auf jeden Fall dabei helfen, schnell zu erkennen, ob ein Produkt für einen in Frage kommt. Das trägt in diesem Fall zum vermehrten Absatz (zumeist tatsächlich gesichert) veganer Produkte bei. Dies hilft Unternehmen, ihre veganen Produkte zu verkaufen, Kunden vegane Kaufentscheidungen zu treffen und trägt im Allgemeinen zur weiteren Verbreitung des Veganismus bei.
      Dennoch treten auch bei Labels Fehler auf, auf die wir hinweisen müssen. Da auf meinen Hinweis seitens der label-vergebenden Stelle nicht reagiert wurde, mache ich hier öffentlich darauf aufmerksam, in der Hoffnung, dass sich mehr Menschen meiner Kritik anschließen, diese Kritik an den VEBU-Verantwortlichen weitergeben und die Kriterien für das V-Label (mit dem Beisatz "vegan") klar definiert, öffentlich einsehbar und konsequent durchgesetzt werden.
      So tragen wir zur Verbesserung eines Labels bei, welches ohnehin vermutlich genauer schaut, als die breite, sich für vegane Produkte interessierende, Masse.
      Lieben Gruß
      Lutz

      Löschen
  12. das ist jetzt Satire hier, oder?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ganz und gar nicht. Ein Produkt, für das im Herstellungsprozess wahrscheinlich Gelatine benutzt wurde, sollte doch nicht als "gesichert vegan" ausgelobt werden. Siehst du das anders?

      Löschen
    2. Wahrscheinlich ist er/sie nur geschockt.
      So etwas darf natürlich nicht als gesichert vegan ausgelobt werden, da platzt einem die Hutschnur.

      Löschen
    3. Auf Nachfrage per Kontaktformular wurde mir nun vom Hersteller mitgeteilt, dass ein externes Labor festgestellt hat, dass der hier verwendete Weinstein keine Spuren "tierischer" Herkunft aufweist.

      Benny

      Löschen
    4. Das sagt leider gar nichts über die Veganität des Herstellungsprozesses aus. Schließlich wird der Rohweinstein in einem chemischen Verfahren zu Reinweinstein verarbeitet. Da bleibt nix anders als Reinweinstein übrig.
      Anderes Beispiel: Olaflur wird aus tierischen Rohstoffen synthetisiert, trotzdem ist eine Tube Elmex, in der es verwendet wird, frei von tierischen Stoffen.
      LG Lutz

      Löschen
    5. Ja schade, bin mit der Antwort auch unzufrieden. Werde nochmals anfragen und auch die Verwendung von Palmöl in der Produktion ansprechen.

      Benny

      Löschen
    6. Leider gibt es bis dato keine Antwort auf die erneute Nachfrage.

      Benny

      Löschen
  13. Erstmal danke für die aufwendige Recherche und so!
    Von der Sache bin ich alles andere als amused und find die Reaktion von VeBu (bzw. dem Mitarbeiter) ziemlich ... daneben. Schade eigentlich, dachte, die Labelvergabe würde ernst genommen werden... Hattest Du deswegen denn nochmal Kontakt zum VeBu (also weniger wegen des Weinsteinbackpulvers, sondern vor allem hinsichtlich der Kriterien für die Labelvergabe)? Oder gab's nochmal ne Reaktion von BioVegan?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Klara,
      verzeih die späte Antwort.
      Nein, nach diesem Post war eigentlich gar nichts mehr. Bereits im Vorfeld wurde mir auf Nachfrage von besagtem VEBU-Mitarbeiter diese Seite genannt, welche aber nur sehr unvollständig ist (diese allein zugrunde gelegt spräche wohl nichts gegen "Molke" in veganen Produkten). Auf die Unvollständigkeit angesprochen wurde ich an die Schweizer Sektion der EVU, welche sich um die V-Label-Webseite kümmert, verwiesen. Diese reagierten jedoch niemals auf meine Anfrage per Kontaktformular auf deren normaler Webseite.
      Während meiner Recherchen habe ich meine Zweifel und die Unzulänglichkeiten der gegebenen Informationen stets deutlich gemacht. Genau so hat der VEBU-Mitarbeiter deutlich gemacht, dass sie ihm ausreichen. Weiteren Kontakt zum VEBU hatte ich in dieser Sache nicht, da ich auch nicht den Eindruck hatte dort weiter zu kommen.
      Ich hatte gehofft, dass eine wütende Online-Meute in Reaktion auf diesen Post Antworten vom VEBU fordert. Ist leider ausgeblieben oder ich habe es nicht mitbekommen.
      Lieben Gruß
      Lutz

      Löschen
    2. Hallo Lutz,

      ich habe tatsächlich versucht Infos vom vebu zu bekommen, auf meine Email wurde aber leider nicht reagiert.

      Bestens!

      Löschen
  14. Gibts schon was Neues? Lese das hier Jahre später und bin gerade voll sauer darüber und über die Reaktion von der Vebu.

    Kann man, zum Beispiel die Vebu, denn nicht ein Label rausbringen und es schützen mit genauen Richtlinien etc?

    Ich fass das nicht, ich dachte bei Biovegan wäre alles ok. Backen für nen Verein vegan deklarierte Kuchen die verkauft werden. Im Grunde genommen dürfte ich die ja gar nicht als vegan verkaufen wenn ich mal ganz genau bin, was ich sein will. So ein sch***

    Sandra

    AntwortenLöschen

WENN IHR "ANONYM" KOMMENTIERT, IST DIES AUCH DER ANGEZEIGTE NAME.
Wenn möglich, nutzt bitte "Name/URL" - gern mit Fantasienamen und das URL-Feld kann man auch einfach frei lassen. :)

Impressum