Bier mit NICHT veganem Etikett: Ratsherrn DOCH UNVEGAN

UPDATE (26.8.2013): Durch einen Hinweis per Email habe ich erfahren, dass nun doch Kaseinleim für Ratsherrn verwendet wird. Ob es von Anfang an eine Fehlinformation war, die wir erhalten haben, oder ob etwas umgestellt wurde, konnte bisher nicht geklärt werden.
Die nach heutigem Stand falschen Informationen habe ich ausgegraut.

Nach langer Recherche endlich entdeckt: Ein Flaschenbier mit kaseinfreiem und veganem Etikett.
Etwa 40 Brauereien habe ich angeschrieben. Fast alle gaben an, grundsätzlich Kasein für den Etikettenleim von Flaschenbieren zu verwenden.
Nur die Ratsherrn Brauerei bekundete für alle Sorten (die ebenfalls vegan sind) ausschließlich stärkebasierten veganen Leim zu verwenden und stand auch für Rückfragen zur Verfügung.
Noch gibt es Ratsherrn leider bei Weitem nicht überall.

Hintergrund:
Auch wenn ich in diesem Punkt noch alles andere als konsequent bin, rückt für mich als ethisch motivierten Veganer nun auch immer mehr die Verpackung von Lebensmitteln in den Mittelpunkt. Schließlich ist konsequenter (ethisch motivierter) Veganismus nicht auf eine Ernährungsweise beschränkt, sondern versucht die Ausbeutung von nichtmenschlichen Tieren in allen Lebensbereichen zu vermeiden. In der Konsequenz schließt das z.B. die Nichtbenutzung von Lederschuhen, anderen unveganen Gegenständen wie auch unveganen Verpackungen ein.

Kommentare:

  1. Das ist ja interessant. Gibt es dafür auch eine schriftliche Quelle, oder haben die es nur per Mail bestätigt? Auf der Webseite finde ich leider nichts.

    Würde es sonst in meinen Artikel aufnehmen
    http://www.etikettenwissen.de/wiki/Vegane_Etiketten
    aber dafür brauche ich eine Quellenangabe...

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    1. Spannende Seite! :)
      Die Veganität des Klebers wurde mir per Email bestätigt. Einen Link gibt es leider nicht.

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  2. Premium hat auch vegane Etiketten und eine Art Kollaboration-Bier (und Cola) http://www.premium-cola.de/premium-bier

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    1. Leider ist das Etikett des Premium-Biers ebenfalls mit Kleber auf Kaseinbasis geklebt.
      Die Etiketten der Premium-Cola sind vermutlich vegan, allerdings ist der Stand recht alt. Ende März wurde mir zugesagt den aktuellen Stand noch einmal zu prüfen. Die Rückmeldung steht bisher noch aus.

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  3. Sehr spannend und gut! Danke für eure Feldforschung!

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  4. Passt dann aber auch bei dem Leim von den Gläsern aus dem Bioladen auf! Mandelmus, Sesammus etc.

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    1. Ich hoffe du benutzt nur eine etwas grobe Audrucksweise für einen gut gemeinten Hinweis. Klingt als würdest du sagen wollen "Wenn du dies so machst, dann musst du das auch so machen (ich befehle es dir)".
      Wie oben bereits gesagt, bin ich in pucto Verpackung noch alles andere als konsequent (sprich ganz am Anfang), kenne mich noch nicht besonders aus und bin mir auch nicht sicher, welche Konsequenz sich bei derzeitiger Verbreitung tierischer Stoffe in Verpackungen und eventuellem Mangel an Alternativen für mich derzeit erreichen lässt. Zudem ist es gerade, wenn es nicht um Lebensmittel (selbst) geht noch schwieriger klare Aussagen zu bekommen, da z.B. oftmals in den Spezifikationen nicht üblich ist, festzulegen wie und womit z.B. ein bestimmter synthetisierter Stoff hergestellt wird, sondern nur wie er beschaffen sein muss.
      Um das Vermeiden von unveganen Verpackungen alltagstauglich zu machen, braucht es konkrete Informationen über Produkte mit unveganer Verpackung und deren praktischen Alternativen.
      Bier ist in dieser Hinsicht ein recht einfacher Fall, da mir tatsächlich nur ein Bier mit definitiv veganem Etikett auf der Flasche bekannt ist. Außer diesem einen bleibt vermutlich nur Bier ohne Etiketten (vom Fass, Dose) bzw. mit emaillierten Etiketten (Corona, Desperados). Aber auch in diesen Fällen ist die Veganität im Einzelfall noch nicht sicher bestätigt.
      LG Lutz

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  5. Könnte dich auch interessieren:

    Die Dokumentation "Plastic Planet"
    http://www.youtube.com/watch?v=jdXY2Yq_Hac

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  6. Das habe ich mir, ehrlich gesagt, noch nie so genau überlegt mit den Verpackungen. Ich wäre gar nicht drauf gekommen, dass bei einer veganen Lebensweise ja auch die Verpackung eine Rolle spielt. Danke für den Anreiz!

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  7. ??? und was hat das jetzt zu bedeuten?
    https://www.facebook.com/Ratsherrn/posts/686245528070487

    lg vanessa

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    1. Nervkram nenn ich sowas. Was ist das denn für eine einsilbige Antwort?!
      Danke für dein Nachhaken. :)
      LG Lutz

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  8. Irgendwie sehr krass wo überall tierische Produkte verwendet werden, wer woll denn da noch den Überblick behalten. Aktuell muss ich aber zugeben, dass ich mich nicht in jeder Hinsicht selbst kasteien möchte. Eventuell komme ich noch an diesen Punkt, mal schauen.

    Finde es aber beachtelich, wenn Leute etwas so konsequent durchziehen können/wollen.

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    1. Hallo Veganis[s]tgrün,
      ein Überblick wird kaum möglich sein, solange die Wurzel des Problems besteht, nichtmenschliche Tiere den Status von Wirtschaftsgütern haben und als Rohstoffe eingesetzt werden.
      Beim Bier ist es eigentlich gar nicht so schwer: Oft gibt es welches vom Fass. Und im Laden nehme ich halt Dosen. Wenn ich eingeladen bin und mir nichts mitgebracht habe, trinke ich dann schon das Bier der Gastgeber.
      Ich denke, > wenn man die Wahl hat < ist es ja nicht schwer die vegane zu treffen. :)
      Lieben Gruß
      Lutz

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  9. Um das Thema hier jetzt aufzulösen: Es gibt ein Bier mit veganer Verpackung!

    Ich möchte hier nochmal das URSTROM-Bier (ein naturtrübes Bioland-Bier aus Flensburg) erwähnen, welches laut Herstellerauskunft keine Stoffe vom Tier im Etikettenleim enthält. Dies gilt für alle verschiedenen Verpackungen dieses Bieres, auch die 2-Liter-Flasche und die Gastro-Fässer und den Kleber der 4er-Pack-Träger - alle Kleber. Habe mehrmals dort angefragt, bis es für alle Produkte geklärt war. Prost!

    Benny

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