veganes Seitan-Gyros (inkl. Seitan-Grundrezept)

Zutaten:
fürs Grundrezept:
1 kg Weizenmehl
Brühe

fürs Gyros:
1 kleine Zwiebel, gehackt
8 EL Öl
Gewürze:
4 EL Paprika
optional Rauchpaprika
1,5 TL Salz
etwas Pfeffer
0,5 TL Kreuzkümmel
0,5 TL Thymian
0,5 TL Oregano
0,5 TL Knoblauch
0,5 TL Rosmarin

Zubereitung:
Seitan-Grundrezept
Mehl mit entsprechender Menge Wasser in einer Schüssel zu einem schönen Klumpen kneten, diesen in der Schüssel liegen lassen und mit kaltem Wasser abdecken. Nach einer halben Stunde den Teig im Wasser kneten. Hierbei trübt sich das Wasser, da die Stärke aus dem Teig gewaschen wird. Wenn das Wasser richtig weiß ist, vorsichtig wegkippen und darauf achten, dass nicht zuviel Teig verloren geht. Schüssel mit neuem kalten Wasser füllen und weiterkneten und wieder wechseln, wenn das Wasser trüb ist. Am Anfang trübt sich das Wasser schneller und der Teig verliert spürbar an Masse. Vielleicht muss man zwischenzeitlich ein wenig darauf achten, das der Teig nicht in tausend Fetzen zerfliegt. Nach und nach hält das Ganze aber immer mehr zusammen und wird zäher. Wenn man den Eindruck hat, dass Wasser wird garnicht mehr komplett trüb, ist es Zeit für den nächsten Schritt: Den Teig gut auspressen und in Stücke schneiden, die den entsprechen, was man damit vorhat (für Gyros kann man allerdings auch erstmal eine grobe Steakform zurechtschneiden und das ganze später in Streifen schneiden) und in eine kräftige kochende Brühe werfen. Hierin ca. 20 Minuten kochen lassen (wenn die Stücken dicker als einen Zentimeter sind kann es dementsprehcend länger dauern). Nun durch ein Sieb abgießen, abschrecken (falls man das Seitan weiterverarbeiten will ohne sich zu verbrennen) und gut auspressen.

fürs Gyros:
Den Seitan in Streifen schneiden und in einer beschichteten Pfanne mit Öl und Salz ca. 5 Minuten schön anbraten. Dann das Paprikapulver und den Kreuzkümmel hinzugeben, die Hitze auf mittel runterschalten und nochmal ca. 15 Minuten braten. Für die letzten 5 - 7 Minuten nochmal hochschalten, die Zwiebel und dne Rosmarin hinzugeben. Für die letzte Minute Pfeffer, Thymian, Oregano und Knoblauch hinzugeben. Fertig.
Mit Krautsalat und Oliven oder in einem Wrap mit veganem Tzatziki oder veganer Tzatzikisauce servieren.

Kommentare:

  1. Hallo ihr Laubfresser,

    ich habe Seitan nun schon 2-mal aus dem SeitanFix Gluten von alles-vegetarisch.de gemacht und beim 2ten mal auch deutlich stärker gewürzt, und auch beim Kochen habe ich verschiedene Tipps aus dem Inet verwendet (z.B. in einem Beutel kochen), aber am Ende erhielt ich immer nur einen gummiartigen Klumpen bzw. auch in Stücken gekocht war die Konsistenz gummiartig und es schmeckte beide male einfach nur nach "gekochtem Nudelteig". Mein Fazit bisher: Seitan hat nicht mal ansatzweise mit fleisch-ähnlicher Konsistenz oder Geschmack zu tun. Gibt es da grundlegende Fehler, die es gummiartig werden lassen, oder ist Seitan trotz der vielen Anpreisungen dann doch sooo weit vom "Fleischähnlichen" entfernt?
    Also meinen Seitan musste ich ehrlich gesagt tatsächlich verwerfen, ich konnte es einfach nicht essen.

    liebe Grüße
    Tobias

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    1. Ich habe das Seitan auch bei alles vegetarisch gekauft und hatte komisches Seitan, habe es dann wo anders gekauft und siehe da es ist anders. Ich weiß nicht ob es da unterscheide gibt doch ich würde sagen ja.

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    2. du solltest es auf jeden fall auch anbraten dann schmeckt es viel besser

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  2. Hallo Tobias,

    wie Fleisch schmeckt oder auch Schokolade weiß ich glaub ich eh nicht mehr. Wenn ich sag es ist voll echt und toll und so, sagt jemand anders ja voll lecker aber weder wie Fleisch noch Schoki.
    Egal, wie Nudelteig sollte es nicht schmecken. Für den Geschmack sind auf jeden Fall die verwendeten Gewürze und die weitere Zubereitung nach der Grundzubereitung verantwortlich. Die Konsistenz kann auf zwei Arten gummiartig sein: schwammig labbrig kaugummiartig und fest aber gummiartig zäh und quietschend zwischen den Zähnen. Das muss aber auch nicht sein.
    Wir sind nicht die Ober-Seitanexperten, aber ich meine, wenn ich dich richtig verstehe, schon einen wesentlichen Fehler bei dir entdeckt zu haben: Du bist nicht über die Grundzubereitung hinausgekommen (Seitanteig in Wasser kochen bis er gar ist <-- auch wichtig, lieber länger finde ich).
    Nach der Grundzubereitung muss der Seitan weiter in die Richtung geformt werden, in die man ihn haben will.
    Fang doch mit was leichtem an, wie diesem Gyros. Die Grundzuberitung machst du ja etwas leichter mit GlutenFix statt Mehl - spricht auch dafür, dass man so schon gleich ein paar Gewürze direkt in den Teig einbringen kann. Und dann machst du weiter bei "fürs Gyros" im Rezept oben. Da kannste natürlich nach eigenem Gusto variieren. Beim (langen) Braten verändert der Seitan seine Konsistenz nochmal. Bloß nicht mit Gewürzen sparen, aber trotzdem zwischendurch abschmecken, damits nicht zuviel wird.
    Natürlich kanns immer noch sein, das Seitan einfach nicht dein Ding ist, aber ich hoffe, dass ihr beiden einfach einen schwierigen Start hattet.
    Ansonsten probier mal die Seitan-Bratwürste von Ente. Das ist noch einmal ne ganz andere und eigentlich auch ziemlich entspannte Methode Seitan zuzubereiten. Ich bin damals von den Gewürzen glaub ich noch mehr Richtung Salami gegangen (sieht ja eh schon sehr so aus) aber ich war auch jeden Fall hin und weg und die WÜrste haben trotz großer Menge und eiserner Zurückhaltung nur zwei Tage gehalten - und andere berichten dort Ähliches. Ich weiß nicht, ob sie grudsätzlich weicher werden, auch wenn man sie anbrät, aber kalt auf Brot der Hammer und sehr ähnlich wie die Chorizo von Wheaty (mein Lieblings-Profi-Seitan-Produkt - teuer aber lohnt sich alle mal und zeigt, was Seitan drauf hat).
    Ich bin gespannt, was du wie ausprobierst und zu welchen Ergebnissen du kommst. Bevor du die Ente-Wurst und die Chorizo probiert hast lass ich dich mit "Ich mag kein Seitan." nicht davonkommen.
    Also berichte hier doch mal kurz. Ich würde mich sehr freuen.
    LG Lutz

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    1. Hallo Lutz,

      hier ist nochmal Tobias von obigen Kommentar. Ich melde mich zwar relativ spät, aber habe vor kurzem nochmal was mit SeitanFix ausprobiert und zwar diese Würste von Ente. Ich muss sagen durch das Paniermehl ist der Teig von vornherein schon völlig anders, also nicht so gummig und ich habe durch das würzen deutlich mehr Geschmack hineinbekommen, es schmeckte auch nicht mehr nach Nudelteig, aaaber vom Hocker haut mich Seitan noch immer nicht. Ich konnte zwar etwas davon essen, aber wollte des Rest nicht direkt einen Tag später verputzen... Vorallem habe ich mittlerweile ein paar Seitanprodukte probiert und die gefallen mir noch wenger als das, was ich selbst gemacht habe. Ich bin dann wohl eher der Soja/Tofu-Typ, was schade ist, weil Seitan eigentlich eine gute und günstige Alternative hätte sein können.
      Vielleicht hänge ich auch noch zu sehr am Fleischgeschmack und es dauert eine längere Weile, bis sich das komplett ändert (erst seit 8 Monate Fleischverzicht). Was Konsistenz und Geschmack angeht, bin ich von den AldiSüd Produkten beeindruckt (Sojabasis), glücklicherweise lebe ich im Randgebiet, wo es ab und an mal AldiSüd gibt. Vegalinie wollte ich auch mal versuchen, aber die haben irgendwie Lieferprobleme gehabt und sich auch nach Rückfrage länger nicht gemeldet...

      Viele Grüße
      Tobias

      PS: die Choriza probiere ich demnächst aber auch nochmal ;-)

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    2. Hey Tobias,
      vielen Dank für deine Rückmeldung.
      Jo, die Aldi-Sachen sind toll. Hergestellt werden die Sachen vermutlich von TofuTown (Viana). Die Sachen könnten dich auch noch interessieren.
      Wie bei vielen Produkten in der Art (wie auch bei Aldi) ist neben Soja- meist auch Weizeneiweiß drin. Ich vermute, dass die gewünschte Konsistenz eben oftmals durch die richtige Mischung erreicht wird.
      LG Lutz

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  3. Seitan im Wasserdampf in einem Dämpfeinsatz garen (in Alufolie gewickelt), nicht schwimmend in Wasser! So ist die Konsistenz viel besser. und ich würde definitiv die Gewürze direkt in den Teig geben; nachträglich kriegst du das nicht mehr ordentlich gewürzt. Viel Erfolg!

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  4. Hallo, kann man dieses Seitan auch essen, wenn man eigentlich kein Weizengluten verträgt? Kann man statt Weizen auch Dinkel nehmen?
    Danke für die Antwort
    Christina

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    1. Hallo Christina,
      nein, Seitan aus Weizen ist bei Glutenunverträglichkeit nicht zu empfehlen.
      Es ist grundsätzlich möglich Seitan aus Dinkel herzustellen und dieses soll auch besser verträglich sein. Aber mir fehlen da jegliche Erfahrungswerte und ich weiß auch nicht, ob es mit diesem Rezept gelingt.
      LG Lutz

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  5. Hallo,

    Das Rezept klingt super und ich werde es in den nächsten Tagen testen - eine Frage habe ich allerdings noch: von welcher Menge (in Portionen) an Gyros ist im Rezept die Rede, bzw.: wie steht es im Allgemeinen um das Verhältnis vom eingesetzten Mehl zur zubereiteten Seitan-Menge?

    Viele Grüße,
    Armin

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    1. Hallo Armin,
      beim Auswaschen des Mehls geht die ganze Stärke flöten. Man kann damit rechnen, dass aus 1 kg Mehl ca. 200 - 250 g Seitan werden. Bei uns hat es mit Beilagen so für 2 hungrige Personen gereicht.
      LG Lutz

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    2. Wunderbar - besten Dank!

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  6. Habe es heute zum ersten mal Seitan gegessen und gemacht und es ist super lecker. Habe es mit Gyrosgewürz gewürzt und dann ins Brot mit Zaziki usw. gelegt. Meine Mutter und mein Freund fande auch sehr lecker. Ich werde es immer wieder machen.
    Gruß Toffel

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  7. Ich habe eine Frage, wie lange kann man das gekochte Seitan aufbewahren? Kann man es auch einfrieren?
    Gruß Toffel

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  8. Ein wirklich sehr leckeres Rezept. Wusst gar nicht, dass Seitan so einfach zu machen ist.

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  9. Ich habe mir im Supermarkt Saitan-Basis gekauft und möchte damit euer Gyros Rezept ausprobieren. Leider weiß ich überhaupt nicht, wie viel ich davon pro Portion nehmen soll.
    Könnt ihr mir da weiterhelfen?

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    1. Ich habe ein Rezept, da wird für 2 Personen 100g Seitanpulver verwendet. Das gibt dann für jeden eine gute Portion, zumindest hat es für in die selbstgemachten Döner sehr gut ausgereicht.

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