Donnerstag, 9. Mai 2013

veganer Rhabarberkuchen

Endlich wieder Rharbarber-Zeit. Jetzt ist wirklich der Frühling da.
Und wenn es mal wieder kälter wird, ersetzt man den Rhabarber durch 3 bis 4 Äpfel und gibt in den Teig noch 2 TL Zimt und schon hat man einen Kuchen der perfekt in den Herbst passt.

veganer Rhabarberkuchen
 
Zutaten (für eine Springform):
  • 260 g Mehl
  • 140 g Zucker
  • 160 g Margarine (z.B. Deli Reform)
  • 2 Pkg. Vanillezucker
  • 3 TL Backpulver
  • 200 ml Pflanzendrink (Soja, Reis, Hafer..)
  • 1 Prise Salz
  • ca. 600 g Rharbarber


Zubereitung:
  • Zucker, Vanillezucker, Salz und Margarine schaumig schlagen.
  • Mehl, Backpulver und Pflanzendrink hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren.
  • Etwas Teig abnehmen und damit den Boden einer gut eingefetteten Springform bedecken.
  • Rhabarber gut waschen und ggf. schälen. Danach in Stückchen schneiden und in den restlichen Teig geben. Einmal gut unterheben.
  • Den Teig nun auch in die Springform geben und verteilen.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 170°C 55 Minuten backen. Feeeertig und sooo lecker.

Donnerstag, 28. Februar 2013

V-Label "Vegan" der EVU: Starke Zweifel an der Aussagekraft

Ein Vegan-Krimi aus dem wahren Leben...



Anlass ist das Produkt "BIO Backpulver mit Reinweinstein" der Firma Biovegan, welches mit dem V-Label der Europäischen Vegetarier Union als "vegan" gekennzeichnet ist und an dessen Veganität meinerseits starke Zweifel aufgekommen sind. Auch Gespräche mit besagter Firma und dem Verantwortlichen des VEBU, welcher das Label für Deutschland vertritt, brachten kein befriedigendes Ergebnis. Zudem scheint nicht öffentlich einsehbar zu sein, welche Standards ein mit dem V-Label als "vegan" gekennzeichnetes Produkt erfüllen muss.

Meinem Kenntnisstand nach ist es sehr wahrscheinlich, dass der verwendete Weinstein aus Wein (oder Traubensaft) stammt, welcher zuvor mit Gelatine (oder anderen tierischen Stoffen) behandelt wurde.

Die Firma Biovegan versicherte mir zunächst telefonisch, dass die Entnahme des Weinsteins beim "1. Abstrich" (nach der Gärung) erfolge und erst beim "2. Abstrich" tierische Schönungsmittel zum Einsatz kommen können. Allerdings erhalte der Hersteller den Roh-Weinstein von zahlreichen Betrieben und daher nicht garantiert werden könne, dass tatsächlich jeder Betrieb o.g. Produktionspraxis habe.

Ich habe nun mit zahlreichen Winzern, Winzerverbänden und anderen Experten auf dem Gebiet Kontakt aufgenommen, von denen ich erfahren habe, dass es bei der Weinherstellung keineswegs eine einheitliche Produktionspraxis gibt.
Tierische Substanzen können sowohl vor, als auch nach der Gärung eingesetzt werden. Vom Leiter eines Weinlabors wurde mir sogar mitgeteilt, dass in 90% der Fälle eine Vorklärung des Mosts mit Gelatine stattfinde (also lange vor der Gärung und dem 1. Abstich, wie es tatsächlich heißt).

Die Firma Biovegan konnte mich nur auf die, meiner Ansicht nach unzureichenden, Aussagen seines Lieferanten und Zertifikate verweisen, welche belegen, dass der Weinstein koscher und frei von tierischen Substanzen ist (wenig aussagekräftig bezgl. einer Vorklärung des Mostes - da die Schönungsmittel ohnehin nicht im Wein verbleiben, geschweige denn im verarbeiteten Reinweinstein). Den Lieferanten wollte man mir nicht nennen und ein Angebot meine Fragen weiterzuleiten gab es auch nicht. Dafür wurde mir nahegelegt, dass es nur eine Handvoll Lieferanten für Reinweinstein gäbe und man mich ja nicht abhalten könne, selbst zu recherchieren - dafür gibt es einen Pluspunkt. :)

Gesagt getan: Ein Großhändler mit Reinweinstein im Angebot meldete sich tatsächlich mit einer Info zurück, die sich inkl. fälschlicher Verwendung des Wortes "Abstrich" und inhaltlich mit der telefonischen Auskunft der Firma Biovegan deckte.
Bei weiteren Nachfragen konnte ebenfalls "nicht vollkommen [ausgeschlossen werden], dass der Weinstein nicht doch irgendwann einmal in Berührung mit tierischen Stoffen gekommen ist".
Auf die Frage, ob es eine vertragliche Vereinbarung gibt, die die Weinbauern verpflichtet vor Entnahme des Weinsteins keine tierischen Substanzen zu verwenden, wurde mir nur bestätigt, dass die Produktionspraxis verschiedener Winzer variiert und es daher "keine einhundertprozentige Bestätigung geben kann, dass der Wein nicht schon vor Trennung des Weinsteins [...] mit tierischen Produkten in Berührung gekommen ist".
Ich fragte noch einmal, warum die Wahrscheinlichkeit in diesem Fall so gering sein soll, dass tierische Stoffe vor Entnahme des Weinsteins verwendet wurden. Schließlich wurde mit mitgeteilt, dass (1.) der Weinstein vor Verwendung tierischer Produkte entnommen werde, (2.) die vorherige Verwendung nur nicht "vollkommen [ausgeschlossen werden kann]" und hierüber (3.) "keine einhundertprozentige Bestätigung [gegeben werden] kann". Ebenso teilte ich mit, dass nach meinen Informationen verschiedener Experten das Gegenteil der Fall ist: Eine Verwendung tierischer Substanzen vor Entnahme des Weinsteins ist sehr wahrscheinlich.
Hierauf wurde nicht sonderlich eingegangen, lediglich noch einmal bestätigt, dass man die Produktionsverfahren der einzelnen Winzer nicht kenne und das dies Aufgrund der Vielzahl der Betriebe kaum möglich sei und dass man den Weinstein nicht als für vegane Produkte geeignet verkaufen könne. (Mir wurde der freundliche Tipp gegeben, mich für veganen Weinstein an einen Winzer in meiner Nähe zu wenden.)

Schließlich wandte ich mich telefonisch an den Verantwortlichen für das V-Label vom VEBU, nach dessen Informationen der Weinstein bei besagtem Produkt von einem einzigen Winzer stamme und der über Veränderungen in der Produktion stets zu informieren sei. Ich sandte ihm die relevanten Informationen noch einmal per Email zu und erhielt die Rückmeldung "der Lieferant von BioVegan hat nochmals bestätigt, dass der Weinstein gewonnen wird, bevor der Wein geklärt wird." Anbei eine Stellungnahme des Lieferanten, die mal wieder "Stufe 1" meiner Anfragen sehr ähnelt - inkl. "Abstrich".
Ich erläuterte dem VEBU-Mitarbeiter noch einmal, warum diese pauschalen Auskünfte keineswegs ausreichen, dass der Auskunftgebende vermutlich keine sonderliche Kenntnis der Materie hat (falsche Verwendung des Wortes "Abstrich") und daher auch kein Bewusstsein für eine (zu 90%) mögliche Vorklärung mit Gelatine. Zudem sei bei der nicht einheitlichen Herstellungspraxis, der hohen Wahrscheinlichkeit der Verwendung tierischer Stoffe vor Entnahme des Weinsteins, dem Beziehen des Roh-Weinsteins von zahlreichen Betrieben und den dazu im Gegensatz stehenden Aussagen des Lieferanten, ein paar Worte unerlässlich, wie die angebliche Produktionsabfolge sichergestellt wird.
Dazu schrieb ich außerdem: "Eine solch undifferenzierte Auskunft trotz Widersprüchlichkeiten zu den Gegebenheiten der Branche ohne Weiteres zur Bewertung eines Produktes für die Vergabe des V-Labels hinzunehmen halte ich für fahrlässig."
Darüber hinaus erkundigte ich mich, was aus der ursprünglichen Information geworden ist, dass der Weinstein von einem einzigen Winzer stamme.

Daraufhin wurde mir vom VEBU-Verantwortlichen lediglich knapp mitgeteilt: "mir reichen die vorliegenden Informationen und Zertifikate [Koscher- und "Gelatine-Frei"-Zertifikat] aus, um das Produkt als "vegan" zu klassifizieren."

Samstag, 23. Februar 2013

vegane Zitronenmuffins

Verzweifelter Versuch den Frühling herbeizubacken Teil I

Ich will Frühling. Temperaturen konstant zwischen 4 und 12 Grad, einen blauen Himmel, Vogelzwitschern und Stimmengewirr auf der Strasse.
Diese leckeren Zitronenmuffins schmecken immerhin schon so luftig und frisch nach Frühling, dass es sich empfiehlt, sie mit geschlossenen Augen auf dem Sofa zu essen und nicht nach draußen zu schauen. (Aktuell in Hamburg: kalt, grau grau grau, eklige Schneeböen)
Das Rezept für die Muffins habe ich hier gefunden und nur geringfügig abgewandelt (auch wenn einige Hersteller ihr Weinsteinbackpulver als vegan bezeichnen, sind wir derzeit nicht überzeugt, dass es das auch ist).


Zutaten (für etwa 6 Muffins):
  • 150 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 2 EL Speisestärke
  • eine Prise Salz
  • 100 ml Sojadrink
  • 45 ml neutrales Öl (wir haben Rapsöl genommen)
  • 2 EL Zitronensaft
  • abgeriebene Schale einer unbehandelten Bio-Zitrone
Zubereitung:
  • Alle trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver, Natron, Stärke und Salz), inklusive Zitronenschale, in einer Schüssel miteinander vermischen.
  • Öl, Sojadrink separat verrühren und dann den Zitronensaft dazugeben und nochmals rühren.
  • Flüssige und trockene Zutaten zusammenbringen und kurz durchrühren. Nicht zu lange, da die Muffins sonst nicht so schön aufgehen.
  • Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und den Teig in Muffinförmchen füllen.
  • Das Ganze etwa 20 Minuten lang backen.
Wir haben die Muffins nach dem Backen noch mit Zuckerguss und bunten Streuseln (z.B. von BioVegan) verziert. Lecker lecker lecker.

Freitag, 1. Februar 2013

Grundrezept: Gebratener Tofu

Dieses Grundrezept beschreibt, wie ich Tofu anbrate, um ihn dann für alles Mögliche weiter zu verwenden. Durch diese Zubereitung bekommt der Tofu einen angenehmen Biss und eine leckere Würze, die tatsächlich zu fast allem passt.
Ich habe auch schon einmal 400 g so zubereiteten Tofu peu à peu aus dem Kühlschrank weggenascht, bevor er seinem eigentlichen Verwendungszweck zukommen konnte - oops! :)

Gebratener Tofu


Da der fertige Tofu abermals geschnitten werden kann, empfehle ich eine Form die sich einfach braten und wenden lässt, wie z.B. die abgebildete.
Ähnlich wie bei Bratkartoffeln rate ich dazu, nur so viele Tofustücke in die Pfanne zu geben, wie auch Bodenkontakt haben und im Zweifel mehrere Fuhren nacheinander zu braten. Das Ablöschen mit Sojasauce sollte dann erst geschehen, wenn alles gebraten ist und am Schluss noch einmal zusammen in die Pfanne geworfen wird (wegen der am Ende des Posts erwähnten schnell anbrennenden Sojasaucenrückständen).

Zutaten:

  • Tofu, in beliebige Form geschnitten
  • etwas neutrales Pflanzenöl
  • etwas Sojasauce (kein Salz, kein Pfeffer - nur Sojasauce)


Zubereitung:

  • Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen.
  • Je nach Form Tofu von allen/beiden Seiten goldbraun anbraten.
  • Mit wenig Sojasauce ablöschen, so dass der Tofu beim anschließenden Wenden darin von allen Seiten leicht benetzt wird.
  • Kurz weiterbraten (bei mir meist etwa 20 Sekunden).
Vorsicht: Aus der richtigen Menge Sojasauce ist das Wasser schnell verdampft und was zurückbleibt verbrennt schnell. Ein bisschen kräftiges Bräunen ist aber erwünscht.

vegane Brühe

Anstatt in jedem Post erneut zu erwähnen, welche Brühesorten sich laut Produktanfragen und dergleichen als vegan herausgestellt haben und im Falle von Änderungen dann Hunderte von Posts ändern zu müssen, habe ich mich entschieden, dafür einen eigenen Post anzulegen.

vegan sind u.a. (Stand: 7.12.2012):


  1. PENNY Klare Delikatessbrühe (laut Antwort auf unsere Anfrage)
  2. PENNY Klare Gemüsebrühe (laut Antwort auf unsere Anfrage)
  3. MAGGI Klare Gemüsebrühe u.a. (laut MAGGI Allergenliste)


Zutaten und Antworten auf Produktanfragen:


1. Penny Delikatessbrühe
Zutaten:
Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), Speisewürze, Würzgemüse und Kräuter (Zwiebeln, Pastinaken, Lauch, Karotten, Petersilie, Liebstöckelblätter), Maisstärke, Palmfett, Zucker, Muskatnuss, natürliches Aroma, natürliche Gewürz-Aromen (enthalten Sellerie), Trennmittel Siliciumdioxid.
Kann Spuren von Gluten, Ei, Milch, Senf und Sesam enthalten.


2. Penny Klare Gemüsebrühe
Zutaten:
Jodsalz (Salz, Kaliumjodat), Maisstärke, Würzgemüse und Kräuter (12%) (Zwiebeln, Pastinaken, Lauch, Karotten, Petersilie, Liebstöckelblätter), Zucker, Palmfett, Speisewürze, Gewürze, natürliches Aroma, natürliche Gewürz-Aromen (enthalten Sellerie).
Kann Spuren von Gluten, Ei, Milch, Senf und Sesam enthalten.

1. & 2. Antwort der REWE Group auf unsere Produktanfrage:
"[...]Aufgrund Ihrer Anfrage teilte uns der Hersteller mit, dass die Penny Delikateßbrühe (1286736-M4004) und die Penny Klare Gemüsebrühe (001286733-M4004) rezepturgemäß für eine vegane Lebensweise geeignet wäre. Jedoch kann ein Vorlieferant Kreuzkontamionationen mit Ei und Milch nicht ausschließen[...]

3. MAGGI Klare Gemüsebrühe
Zutaten:
Jodsalz, Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat, pflanzliches Fett, Hefeextrakt, 4,2 % Gemüse (Zwiebeln, Lauch, Karotten, Tomaten), Gemüseextrakte (Lauch, Paprika, Sellerie), Gewürze, Kräuter, Aroma.
[Spuren: Eier,Weizen, Soja, Milch, Senf]

Sonntag, 27. Januar 2013

vegane Worcestershiresauce / Worcestersauce

Ich habe mich entschlossen in nächster Zeit öfter mal Posts zu Grundrezepten, einzelnen Produkten und ähnlichen Basics zu machen. Zur Zeit denke ich: Besser ein Post ohne oder mit schrottigem Bild als gar kein Post, denn ein Post beinhaltet doch immer Infos die jemanden inspirieren oder weiterhelfen können.


In Worcestershiresauce sind klassischerweise Sardellen enthalten und bei den verwendeten Essigen und ggf. Fruchtsäften, Weinen und dergleichen ist abzuklären, ob eine Schönung mit tierischen Hilfsstoffen stattfand.
Zwei Produkte haben sich durch Produktanfragen als vegan herausgestellt: Die besonders sympathische und in Bio-Läden erhältliche SANCHON Worcestershiresauce und die in fast jeden Supermarkt erhältliche Appel Worcestersauce. Hier die wesentlichen Infos:

Die Antworten auf die Anfragen:

Die Petersilchen GmbH teilt mit:
"[...]danke für Ihr Interesse an unserem Produkt Sanchon Worcestershiresauce. Selbstverständlich haben wir alle Rohwaren geprüft und können versichern, dass die Essige und Fruchtsäfte nicht mit Gelatine oder anderen tierlichen Stoffen geklärt werden sondern mineralische Filter eingesetzt werden.
Es war zum Zeitpunkt der Entwicklung eine der Haupttriebfedern unseres Produktentwicklers eine vegane Worcestershiresauce zu entwickeln, weil er die klassische W-sauce selbst nicht verwenden mochte.[...]" 

Die Appel Feinkost GmbH & Co. KG teilt knapp mit:
"[...]Hiermit können wir Ihnen mitteilen, dass der von Ihnen abgefragte Artikel keinerlei tierische Zutaten/Hilfsstoffe beinhaltet.[...]"
Als ich ich anschließend anrief wurde mir mitgeteilt, dass bei keiner der Zutaten eine Schönung mit tierischen Substanzen stattfinde.


Die Zutatenlisten:

Zutaten der SANCHON Worcestershiresauce:
Wasser, Branntweinessig*, Zuckerrübensirup*, Rohrohrzucker*, Aceto Balsamico* (Rotweinessig*, Traubenkonzentrat*), Tamari* (Sojabohnen*, Koji), Zwiebeln*, Meersalz, Tamarinde*, schwarze Johannisbeersaftkonzentrat*, Ingwer*, Orangen*, Korianderblatt*, Knoblauch*, Chili Habanero *, Kardamom*, Cayenne Pfeffer*, Zimt*, Muskatnuss*, schwarzer Pfeffer*, Nelken*, Piment*, Cumin*, Paprika edelsüß*.
* aus kontrolliert biologischem Anbau

Zutaten der Appel Worcestersauce:
Wasser, Malzessig (mit Gerste), Zucker, Branntweinessig, Sojasauce (Wasser, Sojabohnen, Weizenmehl, Salz), Salz, Mango-Chutney (Zucker, Mango, Gewürze, Salz, Säuerungsmittel Essigsäure), Likörwein, Tomatenmark, Gewürze (mit Sellerie), Johannisbeersirup (Glukose-Fruktose-Sirup, roter Johannisbeersaft, Zucker), Farbstoff E 150c, Aroma, Rum.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Websitevorstellung: Frag den Veggie.de - Das Frage-Forum für Vegetarier und Veganer

Frag den Veggie.de - Das Frage-Forum für Vegetarier und Veganer

Seit ich die Seite vor einigen Wochen entdeckt habe, hab ich ständig den Drang, dort ein paar Fragen zu beantworten. :D
Das Konzept ist im Prinzip das eines jeden Q&A-Boards, nur dass es hier speziell um vegan/vegetarische Themen geht.
Auch sehr sympathisch: Mathias, der Macher der Seite, mischt selbst kräftig im "Forum" mit und ist zudem voll ansprechbar für Verbesserungsvorschläge und dergleichen.
Schaut einfach mal rein: Ich habe auf FragdenVeggie.de übrigens selbst paar Fragen gestellt und ein paar sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unbeantwortet. (Einfach unter "Offene Fragen" schauen) :D



Sonntag, 20. Januar 2013

veganes Zwiebelmett

Das Grundrezept für diese vegane Hackepeter-Variante findet man im Internet mittlerweile an allen Ecken und Enden. Verständlich, denn dieser Brotbelag ist nicht nur sagenhaft lecker, super einfach herzustellen, sondern auch noch spottbillig - nen schlappen Euro für etwa 500 g.
Daher wollen wir an dieser Stelle noch einmal die genaue Zubereitung, die wir am liebsten mögen, vorstellen.

veganes Zwiebelmett
Das Bild hat schon zwei Jahre auf dem Buckel. Damals hab ich noch extra Zwiebeln, Salz und Pfeffer oben drauf gegeben. Das finde ich heute nicht mehr nötig.

Zutaten:
  • 1 Packung Reiswaffeln (100 g), grob zerbröselt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 300 ml warmes Wasser
  • 35 g Tomatenmark
  • 3 EL neutrales Pflanzenöl
  • ca. 1 TL scharfer Senf
  • ca. 1 TL Paprika edelsüß
  • etwas Rauchsalz, getr. Knoblauch und Zwiebel
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:
  • Reiswaffeln grob in eine ausreichend große Schüssel bröseln und mit dem Wasser übergießen.
  • Übrige Zutaten hinzugeben, gut vermengen und abschmecken.
  • Bestenfalls eine Weile abgedeckt ziehen lassen und nochmal kräftig durchrühren.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Fusili mit veganer Champignon-Sahne-Sauce

Gabs heute: Schrecklich einfach, schrecklich lecker und schrecklicherweise ohne Bild. Ich hatte dennoch das dringende Bedürfnis das Rezept einzustellen, nachdem ich es für mich schnell aufgeschrieben hatte. :D


Zutaten:

  • 500 g Fusili
  • 500 ml Sojasahne
  • etwa 500 g Champignons, in Scheiben
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 1 Tasse kaltes Wasser
  • 3 gehäufte TL Stärke
  • etwas neutrales Pflanzenöl
  • 2 TL getr. Majoran
  • 1 TL getr. Basilikum
  • 1 (gestrichener) TL Zucker
  • Salz, Pfeffer


Zubereitung:

  • Fusili nach Packungsanweisung zubereiten.
  • Champignons in einer Pfanne mit Öl etwas anbraten.
  • Zwiebeln und Knoblauch hinzugeben und einige Minuten mit geschlossenem Deckel dünsten.
  • Deckel abnehmen und Flüssigkeit weitgehend verkochen lassen.
  • Sahne und im Wasser gelöste Stärke hinzugeben und kurz aufkochen.
  • Mit Majoran, Basilikum, Zucker, Salz und Pfeffer würzen und abschmecken.

Montag, 14. Januar 2013

veganer norddeutscher Kartoffelsalat

Irgendwie hat uns das Kartoffelsalat-Fieber gepackt. Nach dem mediterranen Kartoffelsalat gibt's diesmal einen richtig deftigen Vertreter mit Mayonnaise nach dem neuen und übertroffen simplen Rezept, Fake-Ei und -Schinken.
Es lebe die Food-Fotografie mit ungeeignetem Licht! :D

veganer norddeutscher Kartoffelsalat

Zutaten:
  • 1 kg Kartoffeln (festkochend, am Vortag gekocht und gepellt), in Scheiben
  • 200 g Tofu, in kleinen Würfeln, bestenfalls einige Stunden mariniert in 1 TL Kala Namak, 2 EL Wasser, 2 EL neutrales Pflanzenöl und schließlich in einem Sieb abgespült
  • 50 g vegane Schinkenalternative, in ca. 1 x 2 cm großen Streifen (z.B. vegetarischer Aufschnitt von Aldi)
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gewürfelt
  • 4 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
  • neutrales Pflanzenöl
  • 0,5 TL veganes Brühepulver
  • 100 ml Wasser
  • 1 TL Dijonsenf
  • 3 mittelgroße Gewürzgurken, in kleinen Würfeln
  • 1 EL Gewürzgurkenflüssigkeit
  • 400 g vegane Mayonnaise
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:
  • Zwiebel, Knoblauch und Schinkenalternative in etwas Öl glasig anschwitzen.
  • Brühepulver hinzugeben, mit Wasser ablöschen und Senf unterrühren.
  • Das Ganze abkühlen lassen.
  • Gewürzgurken, -flüssigkeit, marinierten Tofu und den abgekühlten Inhalt der Pfanne in einer großen Schüssel mit der Mayonnaise vermengen.
  • Die von Hand getrennten Kartoffelscheiben nach und nach vorsichtig unterheben.
  • Schließlich mit Salz und Pfeffer abschmecken und bestenfalls einige Zeit abgedeckt ziehen lassen.
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